Umstrukturierung der Landschaft macht weitsichtige Planung nötig

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Hilde Viehöfer-Emde (sitzend rechts) dankte dem Geschäftsführer der Indeland GmbH Jens Bröker (rechts) für den informativen Abend. Foto: W. Emde

Jülich. Der Ortsverband der CDU Jülich-Süd mit seiner Vorsitzenden Hilde Viehöfer-Emde hat es sich zur Aufgabe gemacht, durch Veranstaltungen aktuelle Themen aufzugreifen und durch fachkundige Referenten zu erläutern. Das aktuelle Thema der Umstrukturierung der Landschaft durch den Tagebau, dessen Zeit begrenzt ist, die Rekultivierung und Umwandlung in eine Seenlandschaft macht weitsichtige Planung und Investitionen nötig.

So konnte Hilde Viehöfer-Emde Jens Bröker, den Geschäftsführer der Indeland GmbH, im „Gut Alte Burg“ in Altenburg vor interessierten Zuhörer begrüßen. Er referierte zu dem Thema „Indeland - Aufgaben und Ziele“ und informierte umfassend über den Strukturwandel, seine Probleme, aber auch großen Chancen. Er machte deutlich, dass die Menschen der Region das Schicksal in die Hand nehmen und mitgestaltend tätig werden müssen. Die Zeit drängt, die Zeit nach dem Tagebau muss organisiert, die historische Chance genutzt werden.

Die Indeland Gesellschaft verfolgt eine vorausschauende Strukturpolitik. Gesellschaften werden unterstützt, Marketing betrieben, Akquise vorangetrieben und Investoren gewonnen. Kreis, Städte und Gemeinden tragen dieses Konzept. Bürgersinn und Eigeninitiative sind gefragt, eine Identifikation mit der Region ist nötig. Für den Strukturwandel sind langer Atem, langfristige Planung und regionaler Konsens nötig. In Kooperation mit RWE und Fördermittel aus verschiedenen Quellen sind schon viele Projekte verwirklicht worden.

Mittlerweile ein Begriff

Mit Stolz konnte Jens Bröker vermerken, dass der Begriff „Indeland“ installiert ist und die Gesellschaft den Entwicklungsprozess und die Visionen in den Kommunen mitträgt. Mit einem ausführlichen Kartenwerk demonstrierte Jens Bröker die geographische Situation der Region und den Weg von der landwirtschaftlichen Rekultivierung zum Plan der Seenlandschaft. Die 2006 gegründete Entwicklungsgesellschaft sieht er als Instrument der Förderkulisse.

Umwelt, Landschaftsschutz, Bildung, Erziehung, Jugend, Sport und Kultur sind wichtige gesellschaftliche Themen, die zu berücksichtigen sind. Um einige touristische Anziehungspunkte ist die Region schon reicher. Der Indemann als Wahrzeichen mit der Goldsteinkuppe und der Blausteinsee sind erste Zeichen für den Wandel der Landschaft in eine Freizeitregion. Unterstützung durch die Gesellschaft erfuhr auch der Brückenkopfpark mit Klettergarten, Jugendgästehaus, Garten der Sinne und Wohnmobilstellplatz.

Größtes Anliegen, so Jens Bröker, ist die Verfolgung der gemeinsamen Ziele, die definiert und mit den Kommunen abgestimmt sind. Der Masterplan Indeland ist dabei eine wesentliche Grundlage. Dadurch, dass die Zusammenarbeit dauerhaft ist, kann ein stärkeres Gewicht entwickelt werden. Die Arbeit der Entwicklungsgesellschaft findet auf Augenhöhe mit RWE, Land und Regierung statt, gemeinsame Interessen müssen schwergewichtig deutlich gemacht werden.

Potenziale und Stärken des Raums müssen genutzt und ausgebaut werden. Das Verfolgen gemeinsamer Ziele sind optimal: überkommunale Flächennutzungspläne, Ausbau der Zukunftsbranchen, interkommunale Gewerbeentwicklung, Wohnstandort- und Wohnqualitätssicherung, Tourismus. Außerdem sollen Investitionsprojekte begleitet, lokale Initiativkreise unterstützt und Wirtschaftsförderung betrieben werden. Dabei wird die Nominierung als Leader-Region sicherlich hilfreich sein.

Gemeinsamer Prozess

Laut Jens Bröker ist die Strukturentwicklung im Indeland ein gemeinsamer Prozess mit überörtlichen Paten, die gemeinsam mit der Gesellschaft die Interessen in der Region wahrnehmen und Rahmenbedingungen schaffen. Finanzen und Struktur müssen tragfähig sein und mit Ressourcen ausgestattet werden.

Nach dem Vortrag stand Jens Bröker für Fragen zur Verfügung. Es entspann sich eine rege Diskussion, die auch Probleme der südlichen Stadtteile berührte.

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