Umgestaltung: Mäusgasse muss noch einmal aufs Zeichenbrett

Von: ojo
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Linnich. Das Besucherinteresse war ungewöhnlich groß. Viele Anwohner des Bereichs Bendenweg/Mäusgasse/Im Wiesengrund wollten in der jüngsten Sitzung des Linnicher Bau- und Liegenschaftsausschusses den aktuellen Stand zur geplanten Umgestaltung erfahren.

Einige verließen den Ratssaal eher ratloser denn aufgeklärter. Immerhin: Es gibt eine zweite Chance der umfassenden Information. Auf einstimmigen Beschluss des Ausschusses bei einer Enthaltung wird die Verwaltung eine Bürgerversammlung anberaumen. Dabei wird Planer Jan Siebenmorgen die Umgestaltung der Mäusgasse einschließlich des Bendenwegs von der Rurstraße bis Einmündung Mäusgasse vorstellen.

Wie von CDU und SPD mit besondere Nachdruck gefordert, wird die Planung zwei Punkte enthalten, die dem Ausschuss in der Vorstellung am Donnerstag zu kurz gekommen waren: den Begegnungsverkehr im Bendenweg und den Kreisverkehr an der Einmündung Bendenweg/Rurstraße. Diese Punkte hatte der Ausschuss bereits im Februar zur Überplanung zurück an das Büro überwiesen.

Über der gesamten Umgestaltung der Mäusgasse im Rahmen des Integrierten Handlungskonzepts steht das verabschiedete Verkehrskonzept der Stadt. Auf einen kurzen Nenner gebracht, soll die Ost-West-Durchfahrt über die Rurstraße deutlich beruhigt werden. In der Konsequenz soll gleichzeitig „sichergestellt werden, dass über die Mäusgasse nur Binnenverkehr und kein Durchgangsverkehr fließt“, wie Siebenmorgen betonte.

Sie wäre als Parallelstraße der Rur-straße die geborene Alternative, mal eben fix durch die Stadt zu fahren statt außen herum über die Bundesstraße 57 und die Erkelenzer Straße. Um sie für den Durchgangsverkehr möglichst unattraktiv zu machen, hat der Planer eine Reihe von verkehrsberuhigenden Elementen – Autofahrer werden sie eher als Schikanen bezeichnen – auf der Mäusgasse eingeplant.

Vorgesehen sind auf der gesamten Länge unter anderem fünf Engstellen und vier Plateaupflasterungen – eine davon im Einmündungsbereich des Neubaugebiets im Wiesengrund. Durchgehend soll die Mäusgasse einen Schutzstreifen erhalten, der das Fahrradfahren sicherer macht. Generelles Ziel ist Tempo 30 auf der Mäusgasse. „Heute wird da zum Teil schneller gefahren“, stellte Siebenmorgen fest.

Ein neuralgischer Punkt ist der Einmündungsbereich Rurstraße/Bendenweg. Während der Planer hier eher eine Schleppkurve bevorzugt und eine im weiteren Verlauf eine den Begegnungsverkehr verhindernde Einengung des Bendenwegs, hätte die Kommunalpolitik mehrheitlich dort lieber einen Kreisverkehr ähnlich dem an der Einmündung Brachelener Straße/Mäusgasse und keine drastische Verengung.

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