Ukrainer Pysar konzentriert sich beim TTC Indeland aufs Tischtennis

Von: ahw
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Auf den Ball konzentriert: Dmytro Pysar sagt nur wenig über die politischen Verwerfungen in seinem Heimatland Ukraine. Foto: Kròl

Jülich. Als Dmytro Pysar, ukrainischer Nationalspieler in Diensten des Tischtennis-Zweitligisten TTC Indeland Jülich, am vergangenen Freitag Richtung Deutschland abhob, zeigte das Thermometer eiskalte –21 Grad an. Später in Düsseldorf, wo der 24-Jährige bei TTC Trainer Johannes Dimmig übernachtete, war bereits ein Hauch Vorfühling zu spüren.

Vor dem Heimspiel der Herzogstädter gegen Xanten bestand Gelegenheit, mit dem Spieler über die Situation in seinem Heimatland und der Heimatstadt Dnipropetrowsk zu sprechen.

„Ich bin unpolitisch und sitze allenfalls vor dem Fernseher, um zu sehen, was in meinem Land derzeit geschieht“, äußert sich der Leistungssportler betont zurückhaltend. Immerhin gebe es bei der Aus- und Einreise in die Ukraine derzeit keine Probleme oder Besonderheiten für ihn.

Immerhin weiß Pysar, der in der Millionenstadt Dniperpetrowsk lebt, dass es auch in der Universitätsstadt Unruhen gegeben hat, „allerdings nur im Zentrum“, wo mehrere tausend Demonstranten gegen die Regierung Janukowitsch auf die Straße gegangen seien.

Pysar, der übernächste Woche sein 25. Lebensjahr vollendet, spielt derzeit mit dem Gedanken, in Begleitung seiner Freundin nach Westeuropa umzuziehen – aus sportlichen Gründen. Nachdem feststeht, dass der TTC Indeland in der kommenden Saison wohl auf die Dienste des Nationalspielers verzichten wird, muss er sich einen neuen Verein suchen. Zudem seien die Trainingsmöglichkeiten im Westen besser.

Aktuell bereitet sich Dmytro Pysar beim belgischen Nationalteam auf die nationalen Meisterschaften vom 25. Februar bis 1. März in Donezk vor. Der Kontakt ins Nachbarland kam über den belgischen Nationalspieler Lauric Jean zustande, der bis zur letzten Saison selbst für die Indeländer an der Platte stand und auf dem Wunschzettel von TTC-Manager Arnold Beginn für die kommende Spielzeit ganz oben steht.

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