Inden - Überraschungssieger: Parteiloser Jörn Langefeld liegt vorn

Überraschungssieger: Parteiloser Jörn Langefeld liegt vorn

Von: jan
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Stichwahl: Jörn Langefeld (l.) gegen Roul Combach. Foto: Jansen

Inden. Die Bürgermeisterwahl in Inden hat eindeutig einen ersten Überraschungs-Sieger: Der parteilose Jörn Langefeld ist zwar noch lange nicht zum Bürgermeister gewählt. Aber den ersten Durchgang hat der Mann gewonnen, der von der UDB-Fraktion unterstützt wird.

Jetzt tritt er in der Stichwahl am 27. September gegen Roul Combach (SPD) an. In sechs von neun Wahlbezirken gaben die meisten Bürger ihre Stimmen für Langefeld ab. Insgesamt vereinte er 37,25 Prozent auf sich. „Es war unser Ziel, die Stichwahl zu erreichen“, sagte der Anwalt aus Frenz. Er habe auch vage Hoffnungen gehabt, dass es für den ersten Platz reichen könnte. „Aber dass es so deutlich werden würde, damit hatte ich nicht gerechnet.“

Langefeld lag so weit in Front, dass er das Herzschlagfinale bei der Ermittlung seines Gegners für die Stichwahl am Ende entspannt verfolgen durfte. Combach und der CDU-Bewerber Reinhard Marx lagen vor dem Ergebnis aus dem letzten Wahlbezirk Lucherberg fast gleichauf, bei etwa 26 Prozent, mit leichter Führung für Marx. Die Zahlen aus Lucherberg ließen auf sich warten.

20 Minuten lang wanderten die Blicke im voll besetzten Ratssaal auf die Leinwand, so als würden Passagiere auf dem Flughafen darauf warten, wann endlich die Abflugzeit des verspäteten Fliegers bekanntgegeben wird. Der Grund für die Verzögerung war eine Stimme, die nicht zugeordnet werden konnte. Dann stand fest: Combach hatte in Lucherberg 37,19 erhalten, Langefeld 35,31 während Marx nur 13,75 der Stimmen erhielt. Combach überholte Marx. „Ich hatte die Hoffnung nicht aufgegeben, weil Lucherberg traditionell eine SPD-Hochburg ist“, sagte Combach. „Aber diese Spannung am Ende war schon nicht ohne.“

Geknickt gestand Marx seine Niederlage ein. Der vermeintliche Favorit sprach von einer Überraschung, mit der weder er noch seine Partei gerechnet hätten. „Aber das ist Demokratie. Die Wähler haben entschieden.“

Die spannende Frage mit Blick auf die Stichwahl wird sein, ob die große Koalition aus CDU und SPD jetzt den größten Teil ihrer Wähler hinter Combach vereinen kann. Die parteilosen Nancy Bester und Stephan Breuer erreichten 5,17 beziehungsweise 5,94 .

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