Überfall: Großaufgebot der Polizei stellt Räuber

Von: Antonius Wolters
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Unübersehbar: Mehr als ein Dutzend Streifenwagen patroullierte am Mittwoch in und um Gereonsweiler. Foto: Wolters

Gereonsweiler. Das Szenario erinnerte stark an einen Tatort-Krimi: Ein Großaufgebot der Polizei hat am Mittwoch zwei Räuber unschädlich gemacht, die zuvor an der Kölnstraße in Gereonsweiler ein Ehepaar mit Waffengewalt überfallen und gefesselt hatten, bevor sie mit ihrer Beute in unbekannter Höhe flüchteten.

Nach Angaben der Polizei hatten die beiden Männer gegen 8.25 Uhr unter dem Vorwand einer Paketzustellung Einlass in das Haus des Paares gefunden, wo sie die 38 Jahre alte Frau und ihren 45-jährigen Gatten mit einer Schusswaffe bedrohten und fesselten.

Eine gewisse Eigendynamik erlangte der Raubüberfall, als der Ehefrau in einem günstigen Augenblick die Flucht gelang. Hals über Kopf wandten sich darauf auch die Täter zur Flucht. Ein Auto mit Aachener Kennzeichen, mit dem das Duo nach Gereonsweiler gelangt war, ließen sie am Tatort zurück. Wie die Polizei weiter mitteilt, war der Wagen mit gestohlenen Kennzeichen versehen und wurde beschlagnahmt.

Beute weggeworfen

Bei der Flucht zu Fuß warfen die Täter eine Tasche weg, die mit Teilen der Beute gefüllt war. Mit Hilfe aufmerksamer Zeugen gelang es aber, diese Gegenstände zu finden und sicherzustellen. Die Dorfbevölkerung half auch dabei, im Rahmen der inzwischen angelaufenen Großfahndung die Räuber aufzugreifen. Einer der Tatverdächtigen, ein 24-Jähriger aus Aachen, hatte sich in einem Feld zwischen Gereonsweiler und Ederen versteckt.

Doch Zeugen, die die Flucht des Mannes in die Feldgemarkung beobachtet hatten, gaben der Polizei den entscheidenden Hinweis auf seinen Aufenthaltsort, so dass bereits eine Stunde nach dem Überfall die Handschellen klickten. Schwieriger gestaltete sich die Suche nach dem mutmaßlichen Mittäter, einem 27-jährigen Aachener, der erst einige Zeit später gefasst wurde.

Derweil hatte die Polizei für die weitere Fahndung in Gereonsweiler eine wahre Armada von Beamten zusammengezogen. Umliegende Polizeibehörden hatten Verstärkung geschickt und Beamte der Bereitsschaftspolizei waren in den äußersten Winkel des Kreises Düren verlegt worden, wo schon eine Stunde nach dem Überfall ein Polizei-Hubschrauber aufgestiegen war, um seine Runden über den Dächern des Dorfes und die umliegenden Felder und Waldstücke zu drehen. Massive Polizeipräsenz war auch in und auf den Zufahrtsstraßen rund um Gereonsweiler unübersehbar.

Vorsicht wegen Bewaffnung

Da bei dem Überfall eine Schusswaffe als Druckmittel eingesetzt worden war, ging die Polizei von einer nicht zu kalkulierenden Gewaltbereitschaft der Täter aus und sperrte ihren Einsatzbereich aus Sicherheitsgründen weiträumig ab. So durfte die K6 zwischen Ederen und Gereonsweiler vom Durchgangsverkehr nicht mehr befahren werden. Weitere Streifenwagen waren in und um Gereonsweiler postiert und beobachteten alle verdächtigen Bewegungen in der Umgebung.

Während der kreisende Helikopter, der mit Suchscheinwerfer und Wärmebildkamera ausgerüstet ist, den unüberhörbaren Fahndungsdruck hoch hielt, machten sich Gruppen der Bereitschaftspolizei und Hundeführer daran, in zwei kleineren Waldstücken zwischen Gereonsweiler und Ederen nach dem geflüchteten Mittäter zu suchen. Den spürten die Ordnungshüter einige Zeit später in Gereonsweiler auf.

Die weiteren Hintergründe des Überfalls, bei dem das ausgeraubte Ehepaar mit leichten Verletzungen davonkam, sind Gegenstand intensiver Nachermittlungen der Polizei. Diese bittet Zeugen, die weitere Hinweise zu verdächtigen Beobachtungen mitteilen möchten, sich unter 02421/9496425 an die Einsatzleitstelle in Düren zu wenden.

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