TuS-Ringer aus Aldenhoven erhalten den Franz-Vit-Preis

Von: gre
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Die mit dem Franz-Vit-Preis 2015 geehrten Ringer des TuS und die Ehrengäste des Festaktes. Foto: Greven

Aldenhoven. Mit der Verleihung des diesjährigen Franz-Vit-Preises an die Ringer-Fachschaft des TuS Aldenhoven wurde eine Gruppe Menschen bedacht, die seit Jahrzehnten den Sinn dieses Ehrenpreises verkörpern, nämlich „ehrenamtlichem und sozialem Engagement in außergewöhnlich hohem Maße entsprechen“.

In seiner Laudatio erinnerte SPD-Ortsvereinsvorsitzender Hermann Grzegorczyk an die glorreichen Zeiten der 1969 gegründeten Ringer-Fachschaft, die Jahrzehnte hindurch viele sportliche Titel gesammelt hatte, nicht nur im Senioren-, sondern auch im Jugendbereich. Er erinnerte weiter an die in früheren Zeiten mit über 1000 Fans belegte Großsporthalle.

Der SPD-Ortsverein verleihe keine sportlichen Ehrenpreise, sondern würdige die erfolgreichen Integrationsbemühungen und den familiären Zusammenhalt der „Ringer-Familie“ in der kleinen Turnhalle an der Schwanenstraße.

Immerhin sind in dieser Familie Sportler aus acht Nationen vereinigt, „alles wunderbare Typen“. Fachschafts-Leiter Norbert Westmark und Co-Trainer Mohamed Zeggai bedankten sich für die mit einem Scheck verbundene Ehrenurkunde und betonten die enge Verbundenheit der Gemeinschaft. Auch heute klopfe man bei neu angekommenen Flüchtlingen an und lade sie zum Besuch der Turnhalle ein, in erster Linie um sie aus der Isolation herauszuholen.

Landtagsabgeordneter Peter Münstermann freute sich, dass es auch heute noch viele Menschen gebe, die sich sozial engagieren, und er lobte seine Aldenhovener Genossen, die das alljährlich zu würdigen wissen. Udo Wassenhoven, SPD-Fraktionsvorsitzender im Gemeinderat, nahm die Gelegenheit wahr, die Anwesenden über die derzeitigen Ratsthemen zu informieren. Aktuell ist der Zustrom von Flüchtlingen. Mit derzeit 140 Neuankömmlingen habe die zu den 30 ärmsten Kommunen zählende Gemeinde Aldenhoven mehr Aufnahmen zu verzeichnen, als die Republik Lettland.

In Aldenhoven klappt das Gottseidank sehr gut. Die Willkommenskultur funktioniere, seit der Bergbau sehr viele Ausländer in die Region gebracht habe. Die Gemeinde bemühe sich um den Ankauf ehemaliger Bergarbeiter-Häuser, um hier Flüchtlinge vernünftig unterzubringen. Wassenhoven erwähnte weiter die Schaffung altersgerechter Wohnungen, die Ausweisung eines Baugebietes in der Niedermerzer Straße und die erfreuliche Entwicklung des Industriegebietes auf dem ehemaligen Zechengelände.

Er verkniff sich nicht die Kritik am möglichen Sinneswandel der Nachbarstadt Jülich, die sich vor einiger Zeit gegen die Konkurrenz durch die Gesamtschule in Aldenhoven massiv gewehrt hat und nun ihren Gymnasien ebenfalls mit der Gründung einer Oberstufe an der Sekundarschule ins Gehege komme. Das gilt nur für den Fall, dass dem Elternwunsch durch die Politik entsprochen würde.

Udo Wassenhoven lud die Ringergruppe zur Fahrt zum Europäischen Parlament nach Brüssel ein.

Ulf Vit, Sohn des Stifters des Ehrenpreises und ehemaliger Bürgermeister, freute sich, dass es in diesem Jahr die Ringer getroffen habe, die wie kaum eine andere Gruppierung das Funktionieren des „kleinen Vielvölkerstaates“, wie es Aldenhoven immer war, bestätige.

Die musikalische Untermalung des Festaktes gestaltete Erwin Geisinger.

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