Stetternich - Turbulente Komödie: Bühne 80 spielt „Irgendwo im Nirgendwo“

Turbulente Komödie: Bühne 80 spielt „Irgendwo im Nirgendwo“

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Stetternich. Himmel oder Hölle – wohin geht die Reise von Markus Walter (Martin Günzel), der sich nach einem schweren Verkehrsunfall statt zum Antrittsbesuch bei den Eltern seiner Freundin Katrin (Julia Schäfer) plötzlich „Irgendwo im Nirgendwo“ wiederfindet? Ein schwer zu ertragender Zustand, zumal er mit anhören muss, wie eine Frau Düwel und ein Herr Engelen erbittert darum streiten, ob er auf Grund seiner Biografie nach „oben“ oder nach „unten“ gehört.

Das ist die Ausgangslage des jüngsten Stücks der Bühne 80.

Mit zunehmender Verzweiflung hört Markus, wie die beiden sein Leben auseinandernehmen und alles, was ihre Laptops an Informationen so hergeben, gegeneinander aufwiegen: Zwar hat er wegen zu schnellen Fahrens einige Punkte in Flensburg – eine Sünde, die Frau Düwel genüsslich zitiert, andererseits war er aber regelmäßig beim Zahnarzt, wie Herr Engelen zu seinen Gunsten herausfindet, und hat damit der Allgemeinheit Kosten erspart. Es geht hin und her (köstlich: Rosemarie David und Peer Kling als „Außenposten“ der Hölle bzw. des Himmels), führt aber zu keinem eindeutigen Ergebnis.

Da eine Entscheidung getroffen werden muss – schließlich ist noch kein Toter auf Dauer im Nirgendwo geblieben –, muss Markus für 24 Stunden zurück zur Erde mit der Auflage, in diesen 24 Stunden nur die Wahrheit zu sagen, die reine Wahrheit. Denn: „Unaufrichtigkeit ist keine Lüge, aber eben auch nicht die Wahrheit.“ Da Markus sich schon als kleiner Bub nichts sehnlichster gewünscht hat, als dereinst in den Himmel zu kommen, stellt er sich dieser unbequemen Aufgabe.

Zu welchen Verwerfungen es aber kommt, wenn Menschen plötzlich mit der ungeschminkten Wahrheit konfrontiert werden und mit all dem, was sie im Verborgenen so tun, das können die Zuschauer am 17., 18., 23., und 24. Mai selbst erleben, wenn die Akteure der „Bühne 80“ diese turbulente Komödie mit spritzigen Dialogen, aber auch einer gehörigen Portion Tiefgang in bester „Bühne 80“-Manier zur Aufführung bringen.

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