Jülich - TTC verliert gegen Dortmund

TTC verliert gegen Dortmund

Von: Jörg Sauer
Letzte Aktualisierung:
Der TTC Indeland  verliert zu
Der TTC Indeland verliert zuhause gegen Borussia Dortmund. Im Bild die Jülicher Daniel Halcour (l.) und Lauric Jean. Foto: Kròl

Jülich. Der TTC Indeland Jülich muss seine Ansprüche nach der 6:9-Heimniederlage gegen Borussia Dortmund nach unten korrigieren. Nach rund vier Stunden Spielzeit scheiterte der Versuch der Wiedergutmachung für die bittere Niederlage in Hagen mit einer erneuten Pleite gegen den bislang sieglosen BVB.

„Wir sind in dieser Saison nur Mittelmaß und sollten die Wörter Meisterschaft oder Aufstieg erstmal nicht mehr in den Mund nehmen”, kommentierte Indelands Cheftrainer Johannes Dimmig die zweite Niederlage seines Teams in Folge.

Und dabei starteten die Herzogstädter gar nicht so schlecht in die Partie. Das Doppel Walther/Brosig brachten den TTC schnell mit 1:0 in Führung. Nachdem die beiden folgenden Doppel verloren gingen glich der bärenstarke Ricardo Walther, der auch am Sonntag wieder bester Jülicher war, mit seinem Sieg über Evgeny Fadeev zum 2:2 aus. Lauric Jean, der bereits im Doppel an der Seite von Daniel Halcour verunsichert wirkte, fand vorgestern auch in den Einzeln keine Bindung zum Spiel.

Spielerische Defizite

Dimming kommentierte: „Lauric stößt im oberen Paarkreuz an seinen Grenzen. Spielerische und taktische Defizite sind momentan offensichtlich. Er muss sich einfach mehr einbringen und auch mehr für die Mannschaft leisten.” Auch Christian Strack ist moment an meilenweit von seiner starken Form der Vorsaison entfernt. Strack, der an einer Virusinfektion litt und immer noch etwas Trainingsrückstand hat, blieb im mittleren Paarkreuz ebenfalls ohne Sieg.

„Wenn wir quasi ohne zwei wichtige Spieler agieren, können wir gegen die guten Mannschaften der zweiten Liga kaum bestehen. Wenn ich die Leistungen von Strack und Jean ausklammere, dann bin ich noch nicht mal unzufrieden.” Die Kritik an Michael Servaty, der ebenfalls alle Spiele verlor, fiel sehr milde aus. Dimmig: „Klar, er hat auch seine Spiele verloren. Aber er ist erst 17 Jahre alt und von ihm kann man in diesen schwierigen Spielsituationen noch nicht so viel erwarten. Er hat sich wacker geschlagen.” Servaty führte im letzten Einzel gegen Robin Malessa bereits locker mit 2:0 und zitterte sich dann zu einer 2:3-Niederlage die Jülichs Niederlage besiegelte. Erfreulich war auf jeden Thomas Brosigs Auftritt: Indelands Neuverpflichtung war ebenso wie Walther an drei Punkten beteiligt und lieferte eine Top-Leistung ab.

Brosig erzählte: „Ich bin mit meiner Leistung zufrieden, aber ich hätte natürlich lieber mit der Mannschaft gewonnen. Jetzt bin ich endlich in Jülich angekommen.” Das Spiel gegen den BVB stand bis zuletzt auf der Kippe.

Bevor Daniel Halcour und Servaty ihre letzten Einzel im Fünften abgaben war sogar noch ein 9:7-Sieg möglich; das 6:9 befördert Indeland nach vier Spielen ins Niemandsland der Tabelle.
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