TTC: Um Meister zu werden, muss der Favorit geschlagen werden

Von: Jörg Sauer
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Will der TTC Indeland Jülich den Meistertitel verteidigen, muss der Favorit geschlagen werden. Ricardo Walther fühlt sich hundertprozentig fit. Foto: Kròl

Jülich. Für den TTC Indeland Jülich findet am Samstag quasi das Endspiel um die Meisterschaft der 2. Tischtennis-Bundesliga statt. Die Indeländer benötigen dringend einen Sieg beim Tabellenführer SV Siek, um weiterhin Chancen auf den Titel zu haben.

Im Falle einer Niederlage würden die Sieker die Herzogstädter zwei Spieltage vor Saisonende als Zweitligameister ablösen.

Also, es ist angerichtet und der TTC ist sich des Ernstes der Lage durchaus bewusst. Bei einem doppelten Punktgewinn gegen den Tabellenführer würden die Herzogstädter den Rückstand auf einen Zähler verkürzen und darauf hoffen, dass der Primus am letzten Spieltag in Borsum strauchelt. Nur dann könnte der TTC den Titel noch verteidigen.

„Eigentlich haben wir keine Chance mehr, die Meisterschaft zu verteidigen, da ich nicht glaube, dass Siek gegen Borsum verliert”, hält sich TTC-Cheftrainer Johannes Dimmig bescheiden zurück. Bereits am Donnerstag reiste der TTC-Tross gen Norden, um den Siekern ausgeschlafen gegenüber zu treten. „Wir werden alles geben, um nicht bereits am Samstag die Meisterschaft zu verschenken”, so die dezente Kampfansage des in den letzten Wochen fantastisch aufgelegten Daniel Halcour.

Auch TTC-Topspieler Ricardo Walther ist heiß auf die Sieker: „Wir müssen alle auf Topniveau spielen und mindestens mit einem 2:1 aus den Doppeln starten. Wir können in jedem Paarkreuz ausgeglichen spielen, aber ich glaube, in der Mitte wird es gegen die beiden starken Dänen am schwierigsten werden. Im unteren Paarkreuz könnte was mehr für uns drin sein.”

Gesundheitlich ist Walther fast wieder im alten Zustand. Mitte der vergangenen Woche klagte der Westdeutsche Meister zwar noch über leichte Probleme im Schlagarm und in den Waden, aber das schob er auf den anstrengenden Lehrgang der Deutschen Nationalmannschaft in Rothenburg. Walther: „Ich brauche nur eine kleine Erholungspause. Gegen Siek werde ich hundertprozentig fit sein.”

Die größte Herausforderung stellt sich Thomas Brosig und Daniel Halcour. Sie werden im mittleren Paarkreuz den beiden bärenstarken Dänen Mikkel Hindersson und Jakob Asmussen gegenüber; die beiden Sieker erreichten in der Rückrunde bislang eine Erfolgsquote von 87 Prozent. Das ist Ligaspitze!

Auch Walther gewann noch nie gegen Sieks erfahrenen Spitzenspieler Wang Yansheng. „Er ist auf jeden Fall gegen mich Favorit, weil ich auch mit seinem Noppen-Außenbelag nicht so gut umgehen kann. Aber irgendwann ist immer das erste Mal”, zitiert Walther eine bekannte Weisheit.
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