TTC-Taktik geht in Velbert auf

Von: Jörg Sauer
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Punktegarant: Daniel Halcour s
Punktegarant: Daniel Halcour steuerte drei Zähler in seinen beiden Einzeln und im Doppel zum 9:4-Erfolg des TTC Indeland Jülich bei Union Velbert bei. Foto: Kròl

Jülich/Velbert. Als den TTC die Hiobsbotschaft von Ricardo Walthers Verletzung ereilte, war das Indeland-Lager damit beschäftigt, die übrig gebliebenen Chance für das Spiel in Velbert schön zu rechnen.

Erneut musste TTC-Trainer Johannes Dimmig den Bleistift spitzen, um mindestens ein Remis gegen die Außenseiter zu kalkulieren. Doch letztendlich wirkte der 9:4-Auswärtssieg bei Union Velbert unspektakulär und entspannt.

Einen Aspekt hatte Dimmig nämlich bei seiner skeptischen Punktprognose nicht auf der Rechnung: Die SV Union Velbert musste ebenfalls auf einen Spitzenspieler verzichten. Tomas Janasek, die Nummer Zwei der Gastgeber, musste ebenfalls aufgrund der Nachwirkungen einer Operation auf seinen Einsatz verzichten. Kurzum: Velbert ist nicht gerade der Tischtennis-Nabel der Republik und obwohl fast alle Spieler ständig im Austausch stehen, hatten die Jülicher diese wichtige Information nicht auf dem Schirm. Mit dem Gedanken „Stimmt, da war ja was!” vernahmen die Herzogstädter erst vor Ort die Nachricht von Janaseks Fehlen.

Nun hatte Dimmig alle taktischen Trümpfe in der Hand: Sollte Walther seine Spiele kampflos schenken, um die unteren Paarkreuze nicht zu schwächen oder sollte die komplette Mannschaft „aufrutschen” und Ergänzungsspieler Jonas Lenzen für Walther in den Einzeln nominiert werden?

Dimmig entscheidet nach Doppeln

Dimmig behielt kühlen Kopf und wartete die Doppel ab. Nachdem der TTC mit 2:1 führte, entschied sich Dimmig für Variante „kampflos”. „Wenn wir nach den Doppeln zurück gelegen hätten, hätte ich Jonas Lenzen für die Einzel nominiert. Aber so konnte ich mich für den sicheren Weg entscheiden”, so der Trainer. Seine Entscheidung war absolut richtig, denn bei einem Rückstand nach den Doppeln hätte Velbert die große Chance zum 4:1 oder gar zum 5:0 gehabt, so führten sie nach der kampflosen Niederlage von Walther und dem unglücklichen 2:3 von Lauric Jean gegen Lennart Wehking nur mit 3:2. Danach ließen die Indeländer nichts mehr anbrennen. Mit Ausnahme von Walthers zweitem kampflosem Einzel punkteten die Indeländer siebenmal in Folge und wurden somit ihrer Favoritenstellung am Ende doch noch eindrucksvoll gerecht.

Jülichs erfolgreichste Spieler waren Daniel Halcour und Thomas Brosig, die, auch Hand in Hand im Doppel, für insgesamt fünf Punkte sorgten. Dabei waren ihre beiden ersten Einzel wahrhafte Schlüssel spiele, denn diese Matches gingen, auch mit etwas Glück, nach der vollen Distanz zu Gunsten der Indeländer aus und brachten sie wieder in Führung. Michael Servaty und Christian Strack besorgten den Rest.

Dimmigs Resümee fiel entsprechend freundlich aus: „Ich bin mit dem Ergebnis absolut zufrieden. Unser taktisches Konzept ist vollkommen aufgegangen und meine Spieler haben mich überzeugt. Selbst Lauric, der das einzige Einzel verloren hat, zeigte aufsteigende Tendenz.”
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