TTC startet mit 0:2-Rückstand als Hypothek

Von: Jörg Sauer
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Das trifft den TTC Indeland ha
Das trifft den TTC Indeland hart: Ricardo Walther fällt für Wochen aus. Seine Punkte werden im Kampf um die Meisterschaft fehlen. Foto: Kròl

Jülich. Eigentlich hat sich der TTC Indeland Jülich auf einen entspannten Karnevalssonntag in Velbert gefreut. Als haushohe Favoriten sollten die Jülicher gen Ruhrgebiet fahren und alle Fans freuten sich auf die Neuauflage des Finales der jüngsten westdeutschen Titelkämpfe zwischen Ricardo Walther und Lennart Wehking. Denkste!

Walther verletzte sich Mittwochmorgen beim Training in Düsseldorf schwer; somit fällt das Spitzeneinzel ins Wasser und Jülichs Favoritenstellung ist dahin.

„In dieser Saison haben wir echt die Seuche im Team. Diese Verletzung von Ricardo trifft uns natürlich enorm hart, aber fast alle Spieler hatten während der gesamten Saison Wehwehchen und dann noch dieser Stress mit dem belgischen Verband. Nach all dem Pech finde ich es bewundernswert, dass wir immer noch um die Meisterschaft mitspielen”, betonte TTC-Cheftrainer Johannes Dimmig schon fast bemitleidenswert.

Es ist momentan in der Tat kein leichter Job die Mannschaft durch diese schwierige Saison zu bringen, aber Dimmig meistert ihn mit Bravour. Nur zwei Wochen nachdem sich sein Team, ohne Jean Lauric (der wegen Meinungsverschiedenheiten mit dem belgischen Verband fehlte), gegen Hertha BSC Berlin ein grandioses 8:8 erkämpfte, erreichte den TTC Mitte der Woche eine neue Hiobsbotschaft: Ricardo Walther wird wegen eines Muskelfaserrisses im linken Oberschenkel vermutlich bis zu sechs Wochen ausfallen.

So eng liegen Freude und Leid manchmal zusammen, denn noch am vergangenen Wochenende gewann Walther in Oberhausen durch einen beeindruckenden 4:1-Erfolg gegen Lennart Wehking, Velberts bestem Spieler, den Titel des Westdeutschen Meisters im Herren-Einzel. Alle Fans freuten sich auf die Neuauflage des Finales. Nun muss Dimmig wieder den Bleistift spitzen, um die einst eindeutige Favoritenstellung seiner Indeländer zumindest für ein Unentschieden zu kalkulieren.

„Wir müssen aus taktischen Gründen, anders als gegen Berlin, diesmal Ricardo Walther aufstellen und seine Spiele kampflos abgeben. Das heißt uns fehlt ein starkes Spitzendoppel, und wir liegen von Beginn an faktisch mit 0:2 und praktisch mit 0:4 hinten. Wir brauchen also zwei Doppel, einen Punkt oben und jeweils drei Punkte im mittleren und im unteren Paarkreuz, um unentschieden zu spielen. Das wird schwer”, gewährt der Coach einen Blick auf seine Rechnung. Ergänzungsspieler Jonas Lenzen wird demnach am Sonntag nur im Doppel an der Seite von Michael Servaty zum Zug kommen.

Die Partie beginnt um 14 Uhr in der Sporthalle an der Tönisheider Straße in Velbert-Neviges. Trotz des reichhaltigen karnevalistischen Alternativprogramms lohnt sich die Reise dorthin, denn für Spannung wird definitiv gesorgt sein.
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