TTC: Marathonspiel bleibt ohne einen Sieger

Von: Jörg Sauer
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Vierter Sieg im vierten Einzel
Vierter Sieg im vierten Einzel: der ukrainische Neuzugang Dmytrc Pysar hat bei seinen ersten Einsätzen im Indeland-Trikot die Erwartungen mehr als erfüllt. Foto: Kròl

Jülich. Der TTC Indeland Jülich hat auch bei seiner Heimpremiere Tischtennis der Superlative gezeigt. Nach dem Marathonmatch über 335 Minuten am ersten Spieltag in Borsum duellierten sich am Freitagabend die Herzogstädter in der Nordhalle satte 290 Minuten mit dem 1. FC Köln.

Allerdings blieb der TTC auch diesmal sportlich hinter seinen Möglichkeiten zurück. Das 8:8 gegen die Domstädter ist glasklar als Punktverlust zu werten, denn niemand hatte Geißböcke als ernsthaften Konkurrenten auf der Rechnung.

Welche Ursachen gab es für den Jülicher Störfall? Es wäre falsch, die Schuld auf Jülichs Spitzenspieler Trinko Keen zu schieben. Obwohl der Niederländer beide Einzel und das Abschlussdoppel verlor, kann man von ihm zum jetzigen Zeitpunkt der Saison noch nicht so viel erwarten - und das wussten die TTC-Verantwortlichen auch.

Keen hatte seinen letzten Wettkampf im Frühjahr 2010 absolviert, bevor er nun wieder das grüne Indeland-Trikot überstreifte. Er selbst beschrieb seinen Zustand: „Ich hatte mit Tischtennis praktisch aufgehört, über 10 Kilogramm zugenommen und fast zwei Jahre keinen Schläger mehr in der Hand gehabt. Nun bin ich wieder heiß, aber ich habe aus beruflichen Gründen noch wenig Zeit zu trainieren. Das wird sich aber bald ändern!”

Dafür schlug sich der sympathische Blondschopf recht beachtlich: Er hatte drei Matchbälle gegen Lennart Wehking, den vermeintlich besten Spieler der zweiten Bundesliga. Auch wenn für den Niederländer der zählbare Erfolg ausblieb, blitzte in einigen Spielsituationen sein Können auf. TTC-Trainer Dimmig kommentierte: „Ich habe nicht damit gerechnet, dass Trinko schon so stark ist.”

Hermann Mühlbach, Jülichs zweiter Spitzenspieler, scheint momentan im oberen Paarkreuz etwas überfordert und gab alle Spiele ab. Mühlbach: „Ich habe noch keine optimale Bindung zu meinem Spiel gefunden. Ich werde die kurze Spielpause nutzen, um mich intensiv in einer professionellen Trainingsgruppe in Leipzig auf das nächste Spiel gegen Hertha BSC vorzubereiten.” Dymtrc Pysar ist ein Juwel; das bewies der ukrainische Nationalspieler auch bei seiner Heimpremiere und fuhr in seinem vierten Spiel für den TTC den vierten Sieg ein.

Auch Lauric Jean ließ diesmal im mittleren Paarkreuz nichts anbrennen. „Mir war klar, dass Weg zum Sieg nur mit einer 8:0-Bilanz im unteren und mittleren Paarkreuz funktionieren kann”, erzählte Dimmig. Doch der erstarkte Kölner Dennis Mortazavi machte den Jülichern ein en Strich durch die Rechnung und schlug Gianluca Walther in vier Sätzen.

So sorgte zwischenzeitlich der Spielstand von 4:7 für ernsthafte Sorgen im TTC-Lager. „Auch wenn wir nach dem deutlichen Rückstand mit dem Remis zufrieden sein müssen, muss man ganz klar feststellen, dass wir einen Punkt verloren haben. Insbesondere unsere magere Ausbeute in den Doppeln war der Knackpunkt, warum wir unserer Favoritenrolle nicht gerecht geworden sind”, resümierte Dimmig.
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