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TTC Jülich zwingt Dortmund in die Knie

Von: Jörg Sauer
Letzte Aktualisierung:
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Sorgten für den wichtigen ersten Zähler gegen Borussia Dortmund: das Indeland-Doppel Yoshihiro Ozawa und Hermann Mühlbach (rechts). Foto: Kròl
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Arnold Beginn feuert seine Mannschaft an: Es half – der TTC siegte 6:2 im Spitzenspiel. Foto: Kròl

Jülich. Am Sonntag legte der TTC Indeland Jülich einen Rückrundenstart nach Maß auf das Parkett der Jülicher Nordhalle. Mit 6:2 schlugen die Herzogstädter ihren direkten Verfolger Borussia Dortmund und glänzten dabei insbesondere im oberen Paarkreuz.

TTC-Manager Arnold Beginn: „Das war wahrscheinlich das beste Spiel, das diese junge Mannschaft bislang absolviert hat. Ich wusste zwar, dass wir Dortmund schlagen können, aber diese Dominanz war absolut überraschend.“ Dabei spielte Arnold Beginn in erster Linie auf die ausgezeichnete Leistungen seiner beiden Spitzenspieler Janos Szöcs und Hermann Mühlbach an. Szöcs und Mühlbach boten nämlich Tischtenniskost vom Feinsten und schlugen Dortmunds Topleute recht glatt.

Am Anfang sah es nach einer recht spannenden Partie aus: Mit ein wenig Sand im Getriebe gewannen Mühlbach und Ozawa das erste Doppel in vier Sätzen gegen Bottroff/Helbing. Szöcs/Pysar standen jedoch gegen Fadeev/Qi auf verlorenem Posten, so dass das 1:1 nach den Doppeln auf einen knappen Ausgang deutete.

Das Spitzenpaarkreuz brachte den TTC dann aber auf die Siegerstraße. Janos Szöcs hatte gegen Erik Bottroff nach hart umkämpften ersten Sätzen nur wenig Mühe. Hermann Mühlbach – neu an Position 2 in der Rückrunde – hatte gegen Dortmunds starken russischen Spitzenspieler Evgeny Fadeev stets die Zügel in der Hand und siegte glatt. Somit führte der TTC mit 3:1.

Pysar nicht sicher genug

Mit dieser Führung im Rücken schlug Jülichs junger Japaner Yoshihiro Ozawa Dortmunds erfahrenen Chinesen Wencheng Qi locker mit 3:0. Doch die nun noch deutlichere Führung von 4:1 verlieh Dmytro Pysar nicht genug Sicherheit, um Björn Helbing in Schach zu halten. Eine nur ordentliche Leistung, gepaart mit ein wenig Pech in den entscheidenden Spielsituationen, reichte dem jungen Ukrainer nicht, um den Borussen zu bezwingen. Die Mannschaften gingen mit 4:2 in die Pause, aber danach machten die Jülicher Nägel mit Köpfen. Szöcs und Mühlbach knüpften an die tadellose Leistung aus den ersten Einzeln an und besiegelten mit zwei beherzten Erfolgen das 6:2.

Die beiden Indeländer dominierten ihre Matches gegen die besten Dortmunder nach Belieben und gaben auf der Zielgraden keinen Satz mehr ab. Insbesondere überraschte die Leistung von Hermann Mühlbach. Der Jülicher, der im vergangenen Jahr Nationaltrainer von Luxemburg wurde, konnte wegen seiner Handgelenksverletzung und der neuen Herausforderung nur bedingt auf angemessenem Niveau trainieren.

Mühlbach kommentierte: „Manchmal wird man in einer Trainingspause seltsamerweise stärker. Und meine Handverletzung hat kaum gestört. Ich fühlte mich sehr gut und bin mit meiner Leistung sehr zufrieden.“ Seine Leistung ist umso höher zu bewerten, weil Mühlbach vom unteren Paarkreuz ins Spitzenpaarkreuz wechselte und nun gegen die Besten der Liga spielt.

Am kommenden Sonntag reist der Jülicher Tross, allerdings ohne Ozawa, zum TTC Ruhrstadt Herne.

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