TTC Jülich wahrt Chance auf Zweitliga-Meisterschaft

Von: Jörg Sauer
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Yoshihiro Ozawa steuerte drei Punkte beim 5:5 im Spitzenspiel bei, gewann beide Einzel und das Doppel in Passau. Foto: Kròl

Jülich. Mit dem 5:5 im Spitzenspiel bei Fortuna Passau wahrte der TTC Indeland Jülich alle Möglichkeiten, die Meisterschaft in der 2. Tischtennis-Bundesliga aus eigener Kraft zu erringen. Im Duell mit dem Tabellendritten boten die Indeländer ihre beste Saisonleistung und teilten sich vollkommen zurecht mit den bärenstarken Gastgebern die Punkte.

Etwas überraschend führten die Jülicher nach den Doppeln recht schnell mit 2:0. Mühlbach/Ozawa und Jean/Oostwouder hatten mit ihren Gegnern wenig Mühe und siegten glatt. „Wenn wir mit 2:0 in Führung gehen, gewinnen wir normalerweise auch das Spiel.

Gegen Passau hatten wir in den Einzeln etwas Pech und zudem enorm starke Gegner vor der Brust, so dass wir nicht über das Unentschieden hinauskamen. Aber wenn man uns vor dem Spiel ein Remis angeboten hätte, dann hätten wir dankend zugestimmt. Insofern sind wir absolut zufrieden“, kommentierte TTC-Teamchef Hermann Mühlbach die Punkteteilung in der Drei-Flüssestadt.

Wie stark die Passauer tatsächlich waren, dokumentiert die Tatsache, dass Jülichs Spitzenspieler Lauric Jean in seinen Einzeln, trotz vorzüglicher Leistungen, diesmal komplett leer ausging. Das war ein absolutes Novum: Nie zuvor blieb der Belgier in dieser Saison ohne Sieg. Doch der polnische Nationalspieler Jakub Dyjas und der tschechische Nationalspieler Daniel Zwickl lieferten sich packende Duelle mit Jean und behielten am Ende, auch etwas mit Glück gepaart, nach jeweils fünf Sätzen die Oberhand.

Jean sagt selbst: „Die haben beide exzellent aufgespielt. Der Ausgang gegen Dyjas und Zwickl ist immer offen, meistens sind die Tagesform oder das Glück bei den wichtigen Bällen entscheidend. Aber ich freue mich über die gute Mannschaftsleistung und das Remis, so haben wir weiter alle Chancen auf die Meisterschaft.“ Hermann Mühlbach war gegen Zwickl hingegen chancenlos und bot gegen Dyjas eine wahre Topleistung.

Fair: Gegner korrigiert Schiri

Er profitierte in der entscheidenden Phase von der Fairness seines Widersachers. Beim Stand von 10:10 im vierten Satz, Mühlbach führte bereits mit 2:1, korrigierte der Pole eine Schiedsrichterentscheidung zu Gunsten des Jülichers. Mühlbachs knapper Kantenball war allen in der gut gefüllten Sankt-Nikola-Halle entgangen, doch Dyjas blieb fair. Es gab Matchball für Mühlbach, statt Satzball für Dyjas. Der Jülicher nutzte seine Chance zum Sieg und glich zum 4:4 aus.

Das 5:4 markierte Yoshihiro Ozawa. Indelands „Man of the Match“ war insgesamt an drei Punkten der Herzogstädter beteiligt und steuerte die halbe Miete zum Punktgewinn bei. Der Japaner schlug Sadilek knapp und Krcil später deutlich. Ewout Oostwouder bestätigte seine gute Form, doch für ihn reichte es nach aufopferungsvollen Partien nicht zum Sieg. Obwohl er im letzten Einzel mehr Punkte als Sadilek gewann, ging der Niederländer nach dem 15:17 im vierten Satz als Verlierer vom Tisch.

TTC-Cheftrainer Miroslav Broda analysierte: „Ewout hat eine Topleistung gebracht, Sadilek und Krcil sind gute Spieler und könnten auch im oberen Paarkreuz bestehen. Wir haben mit einer tollen Mannschaftsleistung gegen einen starken Gegner hoch verdient einen Punkt gewonnen.“

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