TTC Jülich sucht neuen Hauptsponsor

Von: Volker Uerlings
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2. oder 1. Bundesliga sind für den TTC Jülich ohne Partner nicht machbar. Das „Indeland“ dürfte im Namen und auf den Trikots 2014 verschwinden. Manager Arnold Beginn sucht einen neuen Hauptsponsor. Foto: Uerlings

Jülich. In den letzten 65 Jahren hatte der TTC Indeland Jülich schon einige Namen. Im Moment sieht es danach aus, dass im Laufe des nächsten Jahres der Zusatz „Indeland“ entfallen wird.

Wie Ehrenpräsident und Manager Arnold Beginn auf Anfrage unserer Zeitung bestätigte, läuft der Vertrag mit dem Hauptsponsor und Namenspatron zum 31. Dezember 2013 aus und könne „leider nicht“ zu nur annähernd vergleichbaren Bedingungen verlängert werden. Die Entwicklungsgesellschaft ist knapp bei Kasse und muss sparen.

„Es liegt nicht an der grundsätzlichen Bereitschaft, Spitzensport überhaupt und uns im Besonderen zu sponsern, aber augenscheinlich kann Indeland niemanden vom Sparkurs ausschließen. Die Marke ist sicher durch uns überregional bekannter geworden“, sagt Arnold Beginn. Der Sponsor wolle den TTC weiter unterstützen, aber auf deutlich abgespecktem Niveau, die eine Namensgeberschaft nicht mehr rechtfertige.

Wegen der Vertragslaufzeit, die in Kürze endet, und den Meldepflichten an den Deutschen Tischtennisbund kam es nun recht kurzfristig zu der Indeland-Entscheidung, die auch etwas überraschend ausfiel. Vor Wochen gab es von allen Seiten Zuversicht, dass der Kontrakt unverändert verlängert werden könnte. Die neue Lage bei der Entwicklungsgesellschaft muss sich also in jüngster Zeit ergeben haben.

Nun wird es wahrscheinlich, dass das Trikot des Tischtennis-Zweitligisten und aller anderen Teams des Vereins im neuen Jahr den Namenszusatz „Indeland“ verliert. Wenn man so will, ist der TTC dann wieder „nackt“. Ob das lange so bleiben wird, ist eine zweite Frage, denn neben der sich abzeichnenden formalen Namensänderung fehlt ein fünfstelliger Betrag im Budget. Darüber wollte der Manager keine Angaben machen, aber es ist von Mindereinnahmen von rund 25.000 Euro auszugehen.

„Jetzt müssen wir sehen, dass wir diese Lücke schließen“, gibt sich Arnold Beginn kämpferisch. Er und Klubchef Reinhold Küven haben mehrfach betont, dass das „System Jülich“ vor allem gut funktioniert, weil Breiten-, Amateur- und Spitzensport unter einem Dach angeboten werden – inklusive der mit 130 Jugendlichen größten Nachwuchsabteilung weit und breit. Von daher wäre jede Schwächung eines Einzelbereichs auch eine Schwächung des Ganzen. Wer den Manager kennt, kann sich vorstellen, dass die Suche nach einem neuen Hauptsponsor bereits läuft.

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