TTC Jülich: Qualifikation ist so gut wie sicher

Von: Jörg Sauer
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Überragende Leistung: Hermann Mühlbach sicherte mit zwei Einzelerfolgen sowie im Doppel an der Seite von Youngster Marc Preuss dem TTC Indeland den 6:1-Erfolg in Herne. Foto: Kròl

Jülich. Nach dem ebenso überraschenden wie klaren 6:1-Auswärtserfolg beim TTC Ruhrstadt Herne ist dem TTC Jülich die Qualifikation für die neue eingleisige 2. Tischtennis-Bundesliga kaum noch zu nehmen.

Lediglich zwei Zähler fehlen, um sicher zu sein. Seit vier Monaten sind die Jülicher ungeschlagen und sie ziehen hinter dem unangefochtenen Tabellenführer Bergneustadt an Position 2 einsame Runden.

„Diesen Sieg hatten wir nicht auf der Rechnung. Das war die bislang beste Saisonleistung meiner Mannschaft“, freute sich TTC-Cheftrainer Johannes Dimmig nach dem neunten Sieg in Folge. Faszinierend ist, dass TTC Indeland sich von Woche zu Woche steigert und mittlerweile ein Leistungsniveau erreicht hat, das viele Experten den Jülichern vor der Saison niemals zugetraut hätten.

Nach dem 6:2-Sieg gegen Dortmund vermuteten viele Fachleute, dass die Indeländer ihren Saisonzenit erreicht hätten. Denskte! Am Sonntag in Herne setzten die Jülicher noch einen drauf und schlugen ohne Yoshihiro Ozawa, der bei den japanischen Meisterschaften im Einsatz war, den Bundesliga-Absteiger Ruhrstadt Herne in eigener Halle mit 6:1.

Noch im Hinspiel unterlagen die Indeländer mit 2:6; nach dieser desolaten Leistung wurde den Jülicher Fans Angst und Bange, vom Abstiegsgespenst wurde in der Herzogstadt gesprochen. Schnee von gestern! Der TTC steigerte sich von Spiel zu Spiel und ist mittlerweile ein absolutes Topteam der 2. Bundesliga.

Zwei Schlüsselspiele

In Herne hatten diesmal zwei Spiele entscheidenden Charakter: Zunächst war der überraschende Sieg im Doppel von Jülichs Ersatzspieler Marc Preuss, der normalerweise drei Klassen tiefer in der Verbandsliga zum Einsatz kommt, an der Seite von Hermann Mühlbach eine kleine Sensation. Die beiden Jülicher schlugen Hernes Spitzendoppel Gabrovski/Karakulak in vier Sätzen.

Dimmig: „Das war eine unglaubliche Leistung von Marc Preuss. Er hatte zwar anfangs Probleme mit der Aufschlagannahme, aber darauf hat er sich super eingestellt. Dann spielte uns die Tatsache in die Karten, dass die Gegner nicht so aggressiv gespielt, sondern nur geblockt haben. So kam Preuss besser ins Spiel, und Mühlbach hat ihn zudem perfekt geführt.“ Das zweite Schlüsselspiel war das Einzel von Hermann Mühlbach gegen den ehemaligen Jülicher Lauric Jean.

Es war über die gesamte Spieldauer von fünf Sätzen ein dramatischen Match mit vielen spannenden Wendungen. Den letzten Satz entschied Mühlbach mit 11:7 für sich. Nach diesem Spiel war der Sieg für Jülich zum Greifen nah. Die restlichen Punkte steuerten Janos Szöcs mit seinen beiden Siegen gegen Hernes Topspieler Gabrovski und Jean sowie Dmytrc Pysar mit seinem Triumph über Mc Beath bei. Preuss gab den einzigen Punkt gegen Karakulak ab.

Dimmig resümierte zufrieden: „Szöcs spielte gewohnt souverän, Mühlbach überdurchschnittlich, Pysar ist zurück in der Erfolgsspur, und von Preuss konnte man wahrhaft nicht mehr erwarten. Mit dieser Leistung sind wir auch gegen Brackwede am Samstag nicht chancenlos.“

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