TTC Jülich komplettiert bei der WM seinen Kader

Von: ahw/js
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Vom Kader der Vorsaison bleibt nur der Senkrechtstarter: Alle neuen Nebenleute von Martin Allegro beim Tischtennis-Zweitligisten TTC Indeland Jülich sind inzwischen verpflichtet worden. Foto: Kròl
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Besiegelt: Der Puerto Ricaner Brian Afanador und Manager Arnold Beginn bei der WM in Düsseldorf. Foto: TTC Indeland/Jörg Sauer

Jülich/Düsseldorf. Der neue Zweitligakader des TTC Indeland Jülich nimmt konkrete Formen an: Nach der Vertragsverlängerung von Martin Allegro und den Verpflichtungen von Aleksandar Khanin und Tobias Rasmussen legte der TTC bei der laufenden Tischtennis-WM in Düsseldorf nach und nahm den jungen Puertoricaner Brian Afanador unter Vertrag.

Hiermit unterstreicht der TTC seine Linie, in der kommenden Saison auf extrem junge und äußert ambitionierte Spieler aus aller Welt zu setzen.

„Es war sehr anstrengend“, schnaufte TTC-Manager Arnold Beginn nach der erfolgreichen WM-Visite durch. Die war für den versierten Strippenzieher durchsetzt von etlichen Begegnungen mit ehemaligen Jülicher Spitzenspielern, die bis heute als Funktionäre oder Nationaltrainer dem Tischtennissport eng verbunden sind. „Ich habe alle Leute getroffen“, sagte Beginn, der sehr angetan war von der Atmosphäre in den Messehallen, wo die WM veranstaltet wird.

Anders als etwa in China, wo das Manager-Urgestein ebenfalls bereits Welt-Titelkämpfe besucht hat und wo es große Restriktionen gegeben habe, sei in Düsseldorf eine WM zum Anfassen organisiert worden, wo der Gast aus der Herzogstadt förmlich in Erinnerungen schwelgen durfte.

Mit dem Transfer des Mannes aus Mittelamerika stehen nun alle Stammspieler des neuen Profikaders fest. Auch wenn der TTC-Boss viele Verhandlungen „blind“ führte und auf die Meinung renommierter Scouts setzte, mit denen der gewiefte Netzwerker in Kontakt steht, bewies Beginn wieder sein „goldenes Näschen“: Alle Neuverpflichtungen seiner Multi-Kulti-Truppe zeigten in der Qualifikation bei der Weltmeisterschaft ihr Talent und stürmten ins Hauptfeld des Wettbewerbs; sie gehören damit momentan zu den besten 128 Spielern der Welt. Für den ein oder anderen dürfte damit das Ende der Fahnenstange noch längst nicht erreicht sein.

Arnold Beginn kommentierte: „Ich bin froh, aber nicht überrascht über das gute Abschneiden meiner neuen Spieler. Wir arbeiten in Sachen Scouting und Training sehr eng mit dem Trainingszentrum in Saarbrücken zusammen. Das ist für uns eine sehr gute Verbindung, und wir profitieren stark davon.“ Afanador, der ebenso wir Rasmussen und Khanin in Saarbrücken wohnen und trainieren wird, äußerte sich hoffnungsfroh: „Deutschland ist für mich eine gute Erfahrung. Hier kann ich mich weiter verbessern und vielleicht sogar den Sprung in die erste Liga schaffen. Ich bin froh, mit dem TTC Jülich einen starken Verein mit einem professionellen Umfeld gefunden zu haben.“

Der 20-Jährige ist Rechtshänder und spielt mit der typischen europäischen Shakehand-Schlägerhaltung. Er ist amtierender lateinamerikanischer Meister in der U21-Klasse, qualifizierte sich für die letzten Olympischen Spiele in Rio und schaffte bereits bei den Belgium Open den Sprung aufs Podium. Im Rahmen der WM unterzeichnete Afanador einen Einjahres-Vertrag mit Option auf Verlängerung beim TTC Jülich.

Damit ist aus dem Team der abgelaufenen Saison nur noch Martin Allegro übrig geblieben, der damals ursprünglich „nur“ als Ersatzspieler verpflichtet worden war, bevor sein Stern aufging und er in der Rückrunde ins obere Paarkreuz aufrückte.

Und was ist aus Lauric Jean geworden? Der Belgier und frühere Doppelpartner Allegros im belgischen Nationalteam hat sich trotz eines Vertragsangebots nicht mehr bei Manager Beginn gemeldet, der den 27-Jährigen gerne für eine weitere Saison verpflichtet hätte. „Der hatte im belgischen Nationalteam keine Chance mehr“, glaubt Beginn den Grund zu kennen, warum sich Jean offenbar aus dem Grenzland verabschiedet hat. Gleichwohl ist der Manager überzeugt, dass „wir eine tolle Mannschaft haben, die in der 2. Liga keiner kennt“.

Komplettiert wird das Team durch den luxemburgischen Nationaltrainer Dragos Olteanu als neuer Nr. 5. Nachdem der Rumäne im Großherzogtum die Nachfolge des ehemaligen TTC-Kapitäns Hermann Mühlbach angetreten hat, darf er in der dortigen Tischtennis-Liga nicht mehr als Spieler tätig sein. So hatte Mühlbach, der zu Aufsteiger Hamm wechselt, seinem ehemaligen Verein diesen Tipp gegeben, und Beginn verpflichtete den 32-Jährigen.

„Ein Mann wie Sereda, der immer zur Verfügung steht und ein ganz feiner Kerl ist“, schwärmt der Manager vom Neuzugang. Und was wird, wenn der Mittsiebziger Beginn einmal nicht mehr zur Verfügung steht? Bei allen Verhandlungen hatte er TTC-Präsident Mike Küven zur Seite. „Der ist eine wichtige Hilfe für mich“, soll Küven in Beginns Netzwerk eingebunden werden.

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