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TTC Indeland: Zwei starke Doppel ebnen Weg zum Jülicher 6:1-Sieg

Von: Jörg Sauer
Letzte Aktualisierung:
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Lieferte drei Punkte beim 6:1 des TTC Indeland gegen Saarbrücken: Lauric Jean. Foto: Kròl

Jülich. Mit dem überragenden 6:1-Heimsieg über den 1. FC Saarbrücken sollte das Abstiegsgespenst wohl aus der Herzogstadt verbannt worden sein, doch die TTC-Verantwortlichen wollen von einer Rettung noch nicht in den Mund nehmen.

„Klar, nach unseren jüngsten Erfolgen dürfen wir uns erst Mal nach oben orientieren, aber den Klassenerhalt feiern wir erst, wenn wir 18 Punkte auf dem Konto haben“, zeigte sich TTC-Teamchef Hermann Mühlbach nach dem Sieg bodenständig.

Selbstbewusst, konzentriert und erfolgreich – das sind drei Adjektive, die den TTC im Jahr 2016 ganz gut beschreiben. Doch der Blick auf die äußerst kuriose Tabelle bestätigt die Indeländer in ihrer Vorsicht: Sechs von zehn Mannschaften, das ist mehr als die Hälfte aller Teams, rangieren punktgleich mit 13 Zählern im Niemandsland der 2. Tischtennis-Bundesliga. Nur ein Beispiel, das die „Aussagekraft“ der Tabelle zum Ausdruck bringt: Der 1. FC Saarbrücken bleibt nach der 1:6-Niederlage in Jülich Dritter, ist weiterhin mit nur zwei Punkten Rückstand einer der heißesten Aufstiegsaspiranten, aber gleichzeitig mit nur einem Punkt Vorsprung auf den Vorletzten in arger Abstiegsnot. Dem TTC geht es auf Position 6 genauso.

„Absolut verrückt!“, das weiß auch TTC-Manager Arnold Beginn. „Ich bin so froh, dass wir gewonnen haben. Mit einem Unentschieden wären wir auf einem Abstiegsplatz gewesen, aber dieser Sieg gibt uns für die kommenden Wochen viel Selbstbewusstsein. Ich glaube, wir können nun den Blick nach oben richten, ohne natürlich dabei den Abstiegskampf aus den Augen zu lassen.“

Aber Fakt ist: So wie sich der TTC zur Zeit präsentiert, spielt kein Absteiger. Insbesondere Jülichs belgische Nummer 1 Lauric Jean punktet in diesen Tagen fast mit der Präzision eines Schweizer Uhrwerks. Gegen Tamas Lakatos fand er nach einem verkorksten ersten Satz immer besser ins Spiel und siegte schließlich mit 3:1. Gegen Leonardo Mutti, dem wohl besten italienischen Tischtennisspieler, hatte er am Ende Selbstbewusstsein und die nötige Gelassenheit, um sich auf der Zielgeraden – im fünften Durchgang – durchzusetzen.

Im Doppel überzeugte Jean mit seinem bewährten Doppelpartner Ewout Oostwouder; die belgisch-niederländische Formation kam zwar gegen Klein/Hilker spät in Fahrt, aber dann rollte der TTC-Express zielsicher.

Mühlbach/Ozawa hingegen feierten am Nachbartisch gegen Mutti/Lakatos einen Überraschungssieg. „Die Doppel waren entscheidend. Nach dem 2:0-Vorsprung konnten wir schon fast nicht mehr verlieren. Ich bin froh, dass die Doppel wieder zu ihrer Stärke gefunden haben. Das gibt uns viel Rückhalt“, kommentierte TTC-Kapitän Hermann Mühlbach erleichtert.

Dieser Rückhalt wurde allerdings vom Glück des Leonardo Mutti in seinem Einzel gegen Mühlbach in den Schatten gestellt. Der Jülicher hätte dem italienischen Meister beinahe ein Beinchen gestellt, aber Muttis Weg zum Erfolg wurde in den entscheidenden Situation von Netzrollern und Kantenbällen en masse begleitet. Doch Mühlbachs Niederlage blieb Jülichs einziger Punktverlust, alle anderen engen Matches entschieden die Indeländer für sich. Der Jülicher Erfolg war verdient, fiel aber mit 6:1 etwas zu deutlich aus.

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