TTC Indeland winkt im Heimspiel die Herbstmeisterschaft

Von: Antonius Wolters
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Die Nordhalle an der Berliner Halle zeigt als Spielstätte des TTC Indeland Jülich ihr neues Gesicht: Am Sonntag gegen Borussia Dortmund soll hier die Herbstmeisterschaft in den 2. Tischtennis-Bundesliga unter Dach und Fach gebracht werden. Schüler und Jugendliche haben freien Eintritt. Foto: Kròl

Jülich. Tischtennis-Zweitligist TTC Indeland Jülich kämpft am Sonntag in der heimischen Nordhalle im Spitzenspiel gegen den punktgleichen Tabellenzweiten BV Borussia Dortmund um die Herbstmeisterschaft.

Da manche Stammzuschauer des TTC eine längere Anreise haben, probiert Manager Arnold Beginn am Sonntag 15 Uhr als Spielbeginn aus. Zudem gewährt der TTC allen Schülern und Jugendlichen beim Spitzenspiel freien Eintritt, um den Zuschauerzuspruch noch weiter nach oben zu schrauben.

Sportlich sind alle Spieler der Gastgeber bestens vorbereitet. Spitzen brett Lauric Jean war bei der Finnland open aktiv und hat dprt sein Selbstvertrauen gestärkt, denn dem Belgier gelangen drei Siege gegen Spieler, die in der Weltrangliste über ihm rangieren, wie er stolz dem Manager vermeldete. Im Vorjahr haben die Indeländer noch beide Partien gegen den BVB gewonnen. „Wir waren seit 40 Jahren nicht mehr Herbstmeister“, hätte Arnold Beginn seine Freude daran, wenn den Herzogstädtern nach einer turbulenten ersten Halbserie dieser Coup gelingen würde. „Die Südvereine haben uns nichts zugetraut“, freut er sich zudem diebisch darüber, dass zwei Teams aus der Nordgruppe positiv überrascht haben, inzwischen an der Tabellenspitze thronen und den an sich wertlosen Herbstmeister-„Titel“ unter sich ausmachen.

Das Ergebnis am Sonntag gibt auch einen Fingerzeig auf die Perspektiven in der Rückrunde, denn Tabellenführer Jülich hat nur zwei Punkte Vorsprung zum Tabellensechsten. Ob von einem Heimvorteil die Rede sein kann, darf nach dem jüngsten 0:6-Debakel gegen den TTC Ruhrstadt Herne zumindest angezweifelt werden.

„Es ist fast alles gleich“, schätzt Beginn das Leistungsvermögen beider Teams auf Augenhöhe ein mit leichten Vorteilen der Gastgeber im oberen Paarkreuz und spricht von einem „typischen Unentschieden-Spiel“. Vielleicht gibt der Umstand den Ausschlag, dass Dortmund zuletzt nicht in gewohnter Umgebung trainieren konnte. Die Turnhalle Brügmann straße stand zuletzt nicht mehr zur Verfügung, da sie komplett mit Flüchtlingen belegt ist. So musste auch das jüngste Heimspiel gegen den SC Fürstenfeldbruck nach Hagen verlegt werden.

Als Schlüsselspiel der morgigen Begegnung schätzt Beginn das erste Spiel des Japaners Yoshihiro Ozawa gegen Dortmunds Spielertrainer Wencheng Qi, der für die Gäste an Position vier antritt und eine überragende 15:3-Bilanz aufweist. Nicht zu unterschätzen ist auch der Umstand, dass sich die Indeländer in der heißen Vorbereitungsphase auf das anstehende Pokal-Wochenende befinden.

Bei der Deutschen Pokalmeisterschaft in Fulda bekommt es der TTC am Samstag, 20. Dezember, um 17 Uhr in der Esperantohalle im Viertelfinale mit dem amtierenden Europapokalsieger und Champions League-Teilnehmer 1. FC Saarbrücken zu tun, gegen den der Zweitligist krasser Außenseiter ist.

Im Fanbus, den der TTC Indeland für Samstag und Sonntag einschließlich Zwischenübernachtung einsetzt, sind noch wenige Plätze frei. Interessenten melden sich bei Manager Arnold Beginn unter Telefon 02461/52963 oder 0171/3334321.

„Die Spiele gegen Dortmund und Saarbrücken sind ein Gradmesser dafür, ob wir Bundesliga spielen können“, schätzt der Manager die Woche vor Weihnachten auch als willkommenen Härtetest dafür ein, ob das Leistungsvermögen des Zweitligisten schon dafür ausreicht, einen sportlich erkämpften Aufstieg in die Tischtennis-Bundesliga auch tatsächlich wahrzunehmen, auch wenn das wirtschaftlich ein Wagnis wäre.

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