TTC Indeland: Vertrag Martin Allegro verlängert

Von: Antonius Wolters
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Das belgische Doppel in Diensten des TTC Indeland: Lauric Jean (r.) mit Martin Allegro, der ursprünglich als Ersatzspieler verpflichtet worden war und zur positiven Überraschung des Teams avancierte. Foto: Kròl

Jülich. Wenn Tischtennis-Zweitligist TTC Indeland Jülich am kommenden Sonntag um 14.30 Uhr zum ersten „Heimspiel“ der Rückrunde gegen den TTC Frickenhausen in der Sporthalle an der Krott-straße in Würselen aufschlägt, geschieht das in einer leicht geänderten Formation.

Fehlen wird der Japaner Yoshihiro Ozawa, der gerade in Japan bei den dortigen nationalen Meisterschaften weilt. Geändert haben sich durch die Ergebnisse in der Hinrunde und die Stellung in der Weltrangliste zudem die Positionen der TTC-Cracks: Während der Belgier Lauric Jean weiterhin das obere Paarkreuz anführt, rückt sein Landsmann Martin Allegro auf Position zwei auf.

Ursprünglich von TTC-Manager Arnold Beginn als Ersatzmann verpflichtet, ist der 20-Jährige mittlerweile der Überraschungsspieler der Saison. Nach Anlaufschwierigkeiten in der für ihn neuen Klasse hat sich der Nachwuchsmann beachtlich gesteigert und weist am Ende der Halbserie in den Einzeln eine 9:4-Bilanz auf. Dabei hat er nicht selten mit beachtlicher Nervenstärke den entscheidenden Siegpunkt erzielt. Ähnlich erfolgreich war er auch bei internationalen Turnier-Auftritten, wo Allegro arrivierte Spitzenspieler das Fürchten lehrte und eifrig Punkte für die Weltrangliste sammelte.

An der Seite von Lauric Jean ist der Linkshänder auch der passende Doppel-Partner. Nicht umsonst steht das Gespann zur Halbzeit der 2. Tischtennis-Bundesliga mit der Bilanz von 6:3 auf Platz zwei aller Zweitliga-Doppel und ist auch beim belgischen Nationalteam eine feste Größe.

So kommt es nicht von ungefähr, dass Manager Beginn den Vertrag mit dem Talent am Dienstag für die kommenden Saison verlängert hat. „Das ist der erste Stein für unsere neue Mannschaft“, sagte Beginn, der den Senkrechtstarter noch aus einem weiteren Grund sehr schätzt: „Wir haben immer viele Zuschauer aus Belgien, die die Mannschaft unterstützen“, kann er den Fans jenseits der Grenze weiterhin einen Landsmann präsentieren, wobei er ohnehin davon ausgeht, dass „Lauric ewig bei uns spielen wird“.

Diese Änderung im oberen Paarkreuz führt dazu, dass Ozawa (Position 3), Hermann Mühlbach (4) und Peter Sereda (5) die Plätze im unteren Paarkreuz besetzen. Am Sonntag spielen somit Mühlbach und Sereda, da Ozawa auswärtig gebunden ist. Wie Beginn weiter verriet, wird der slowakische Profi künftig auch die Amateure der 2. Mannschaft verstärken, die in der NRW-Liga aufschlagen.

Ambitionen heruntergeschraubt

Und was ist mit den Bundesliga-Ambitionen, die bislang rund um die Nordhalle geschürt worden sind? „Wenn ich das Wort 1. Bundesliga schon höre, schlafe ich schlecht“, schraubt Arnold Beginn die Erwartungen herunter. „Wir wollen unser Konzept beibehalten“, haben sich der Manager, Trainer Miro Broda und Präsident Mike Küven zwischen den Jahren zusammengesetzt und darauf verständigt, dass die Jugendmannschaften und die Amateure weiterhin Priorität haben. Das sähen die Sponsoren ähnlich. Die 1. Tischtennis-Bundesliga wäre ein finanzielles Abenteuer, unter dem der genannte Kernverein leiden würde. Sicher, wenn ein potenter Sponsor käme, der die Indeländer entsprechend finanziell auspolstern würde, wäre die Oberklasse sicher wieder ein Thema, doch solch ein „Märchenprinz“, den sich jeder Sportverein wünschen würde, ist nicht in Sicht.

Bei den laufenden Verhandlungen mit Spielern hat TTC-Manager Beginn festgestellt, dass Jülich in der Szene nach wie vor als „interessanter Verein“ gehandelt wird und auch die Zweite Liga offenbar einen spezifischen Reiz auf junge Spieler ausübt. „Die Nationaltrainer empfehlen die 2. Bundesliga – das ist wie ein Adelstitel“, hat er in seinen Gesprächen mit dem Nachwuchs erfahren. Der Grund: Im Gegensatz zur 1. Bundesliga, wo ein Spieler an Position drei nur ein Einzel bestreitet, werden bei Zweitligisten ein Doppel und bis zu zwei Einzel gespielt. So komme es, dass von den Vereinen der zweiten Liga fast nur noch junge Nationalspieler aufgeboten werden und so das Niveau jedes Jahr steigt.

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