TTC Indeland übersteht Stahlbad

Von: js/ahw
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Helfer in der Not: Edelreservist Adel Massaad (l.) wurde für das Spiel in Berlin aus München eingeflogen. Der 49-jährige Deutsch-Ägypter trug zum Sieg der Herzogstädter bei Hertha BSC bei. Foto: Wolters

Jülich/Berlin. Mit einem Sieg und einem Unentschieden im Gepäck kehrte der TTC Indeland Jülich von seiner Odyssee über Siek am Sonntagnacht aus Berlin zurück. Der zufriedene Cheftrainer Johannes Dimmig sprach von einem „fast perfekten Wochenende“ und war mit der Ausbeute von drei Punkten mehr als nur zufrieden, zumal der TTC mit dem 9:4 bei Hertha BSC einen unerwartet deutlichen Triumph landete.

Das Fehlen von TTC-Spitzenspieler Trinko Keen ließ vor dem Marathonwochenende die Erwartungen der Herzogstädter schmelzen. Mit zwei Punkten wäre TTC-Cheftrainer Johannes Dimmig vorher zufrieden gewesen. Hinzu kam, dass sich Michael Servaty, der am Samstag noch zwei wichtige Zähler zum 8:8 beisteuerte, am Sonntag wegen einer anstehenden Vorklausur fürs Abitur von der Mannschaft abmeldete. Für ihn sprang spontan „Weltenbummler“ Adel Massaad, der sich just zu diesem Augenblick in München befand, in die Bresche. Der Deutsch-Ägypter wurde nach Berlin eingeflogen und absolvierte, auch wenn er keinen zählbaren Erfolg verbuchen konnte, eine ordentliche Partie.

Dimmig erzählte: „Adel Massaad gebührt Dank und Respekt. Es war enorm wichtig, dass er uns in dieser schwierigen Phase unterstützt hat. Ohne ihn wäre es enorm eng geworden, weil sonst alle Spieler aufgerutscht wären. Er hat also den Jungs im mittleren und unteren Paarkreuz den Rücken freigehalten.“ Diese Rolle werde er, so Dimmig, während des Aufstiegskampfes wohl noch häufiger spielen. Auch TTC-Manager Arnold Beginn spendete Massaad ein Sonderlob, der nach dreimaligem Training auf Position zwei „angenehme Ergebnisse“ erzielt habe.

Niederlage gegen Angstgegner

Ebenso wichtig war, dass der junge Belgier Jean Lauric mittlerweile leistungsmäßig im oberen Paarkreuz angekommen ist, auch wenn er in Berlin gegen seinen Angstgegner Sebastian Borchardt unterlag. Sein Sieg gegen Herthas Spitzenspieler Miroslav Bindatsch bescherte ihm allerdings den dritten Punkt am Wochenende.

Auch Dmytro Pysar, der in Siek komplett neben der Spur war, fand nur einen Tag später zu gewohnter Stärke zurück. Neben ihm stand Hermann Mühlbach im mittleren Paarkreuz: Der 24-Jährige punktete gegen Andy Römhild und Sven Kath ebenfalls doppelt; er hatte allerdings mehr Mühe als ihm recht gewesen ist. „Ich hatte schon erwartet, dass sich Hermann etwas deutlicher durchsetzen kann. Aber er hat super gekämpft und zwei sehr wichtige Punkte für uns gewonnen. Ohne diese Punkte hätte es eng werden können“, so Dimmig.

Im unteren Paarkreuz lieferten Gianluca Walther und Anton Adler solide Leistungen ab. Beide steuerten, gemäß aller Erwartungen, jeweils einen Zähler zum 9:4-Erfolg bei.

„Mir war schon klar, dass wir gegen Berlin eine gute Chance haben zu gewinnen. Doch das Ergebnis ist deutlicher als ich vermutet hätte. Es war eine voll überzeugende Mannschaftsleistung. Solche Resultate sind nur möglich, wenn die Mannschaft intakt ist“, freute sich TTC-Trainer Johannes Dimmig.

Die Laune von Dimmig und Manager Beginn, der beide Begegnungen daheim am Live-Ticker verfolgte, besserte sich noch weiter durch die 2:9-Niederlage des TTC Hagen bei Union Velbert. Bekanntlich konkurrieren Jülich und Hagen für die kommende Saison um einen Platz in der Tischtennis-Bundesliga. Hagen steht zwar mit 19:9-Punkten auf Platz zwei, doch die Indeländer haben als Vierter mit 15:9-Zählern nach Minuspunkten aufgeschlossen. „Jetzt können wir die Hagener aus eigener Kraft abhängen“, frohlockte Manager Beginn.

Möglich ist indes weiterhin, dass sich die Bundesligisten für eine Aufstockung des Oberhauses entscheiden.

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