Jülich/Brühl - TTC Indeland trägt Heimspiel in Brühl aus

TTC Indeland trägt Heimspiel in Brühl aus

Von: Antonius Wolters
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Trinko Keen soll im „Heimspiel“ gegen den TTS Borsum den Sieg sichern. Foto: Kròl

Jülich/Brühl. Auch der TTC Indeland Jülich muss dem laufenden 20. Sparkassen-Hallencup Tribut zollen: Der Tischtennis-Zweitligist, der seine Heimspiele in der Regel in der Jülicher Nordhalle austrägt, weicht am Sonntag Nachmittag aus und spielt zum Auftakt der Rückrunde an neutraler Platte.

Dabei macht der TTC aus der (Raum-) Not eine Tugend und revanchiert sich – wie in der Vorsaison – beim TTC Blau-Weiß Brühl-Vochem 1947, wo die Herzogstädter in der Vergangenheit zweimal „gewildert“ haben. Die beiden Nachwuchsspieler Ricardo Walther und sein Bruder Gianluca haben nämlich beim TTC Vochem den Umgang mit der Celluloidkugel erlernt. Und es gibt eine weitere Verbindung, denn auch Cheftrainer Johannes Dimmig ist für den Club aus dem Brühler Stadtteil aktiv, dessen erste Mannschaft in der Tischtennis-Regionalliga spielt.

Der Gegner vom TTS Borsum hatte zwar die zeitliche Vertagung des Heimspiels abgelehnt, akzeptiert jedoch die Verlegung an einen neutralen Spielort, wo für beide Teams unbekannte Bedingungen herrschen. Gleichwohl bedurfte es noch einer Sondergenehmigung des Deutschen Tischtennis-Bundes, denn die Abmessungen der Sporthalle an der Grundschule Vochem, St.-Albert-Straße 2, entsprechen nicht den Vorgaben für die 2. Bundesliga.

Immerhin ist das Verhältnis der Indeländer mit den Brühlern so gut, dass logistisch kein großer Aufwand betrieben werden muss. Wie bereits vergangene Saison beim „Heimspiel“ gegen Bergneustadt präpariert der TTC Blau-Weiß die Halle, wo die Mannschaften aus Jülich und Borsum am Sonntag um 15 Uhr quasi unter Regionalliga-Bedingungen gegeneinander antreten.

Revanche gegen den Angstgegner

„Wir wollen uns revanchieren und müssen das ganz wichtige Spiel um den Abstieg gewinnen, um genügend Abstand zur bedrohten Zone zu schaffen“, gibt TTC-Manager Arnold Beginn als Parole aus. Nachdem „Angstgegner“ Borsum das Hinspiel gewonnen hatte, schrillten in Jülich die Alarmsirenen. Inzwischen haben sich die Indeländer mit zehn Punkten auf Rang fünf stabilisiert, während Borsum als Tabellensiebter mit sechs Punkten Kontakt zu den Abstiegsrängen hält. In diesen Schlamassel will der TTC natürlich nicht geraten, sondern weiter einen Sicherheitsabstand nach unten halten. Ein Sieg gegen Borsum wäre da fast schon die halbe Miete.

Deshalb wird Jülich am Sonntag in Brühl auch in Bestbesetzung antreten, also mit Trinko Keen. Zudem ist Manager Beginn überzeugt davon, dass die Herzogstädter nach der Umsetzung (wir berichteten) stärker sind. In Borsum, wo die Indeländer noch nie gewonnen haben, schafften die Gastgeber im oberen Paarkreuz ein 4:0. Entsprechend hoch schätzt Manager Beginn die beiden Borsumer Spitzenspieler Jan Zibrat und den Ungarn Szöcs ein, die er sich auch gut im Jülicher Trikot vorstellen könnte, was beide übrigens auch wissen. „Die spielen gegen uns immer besonders gut“, weiß Beginn, der es aber den Jülicher Spitzenspielern Trinko Keen und Lauric Jean zutraut, oben zu punkten. Da die „Gastgeber“ im mittleren und unteren Paarkreuz besser besetzt sind, trippt der TTC-Manager einen 9:6-Erfolg.

TTS Borsum plant Rückzug

Zweitligist Borsum plant am Ende der Saison den Abschied aus der zweiten Liga. Der TTS-Vorstand reagierte laut Pressemitteilung des Vereins damit auf die Anfang Dezember beschlossene Bundesliga-Strukturreform (ab 2014 eingleisige 2. Bundesliga und Vierermannschaften bereits schon in der nächsten Saison) sowie die chronisch knappe Finanzlage. In diversen Gesprächsrunden in den letzten Wochen sei der Vorstand schließlich zu der Überzeugung gekommen, dass der Verein aus organisatorischen und wirtschaftlichen Gründen in der Saison 2013/2014 in der dritten Liga (Regionalliga) starten sollte. Die ultimative Entscheidung soll die Mitgliederversammlung Anfang März treffen.

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