TTC Indeland: Sieg und ein Rekord für die Ewigkeit

Von: Jörg Sauer
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Johannes Nikas feierte sein Debüt in der 2. Tischtennis-Bundesliga und krönte den „Altersrekord“ mit einem Satzgewinn gegen Richard Hoffmann. Foto: Kròl

Jülich. Mit dem erneut eindrucksvollen 6:2-Sieg über den SV Siek meißelte der TTC Indeland Jülich am Sonntag in der heimischen Nordhalle vorzeitig die Vizemeisterschaft der 2. Tischtennis-Bundesliga in Stein und schrieb gleich doppelt Geschichte.

Noch nie gelang es einer Mannschaft der zweiten Liga in vier aufeinander folgenden Jahren am Ende der Saison auf einem der beiden vorderen Plätze zu landen. Nach der Meisterschaft im Jahre 2011, gelang den Herzogstädtern nun die dritte Vizemeisterschaft in Folge. Zudem setzte keine Mannschaft seit Bestehen der zweiten Bundesliga einen jüngeren Spieler als der TTC ein. Zarte 13 Lenze zählt Johannes Nikas, der am Sonntag zu seinem ersten Einsatz für die Jülicher Profis kam.

Nikas‘ Rekord wird wahrscheinlich ein Rekord für die Ewigkeit sein, wenn man es erweitert auf „jüngster Spieler, der jemals einen Satz gewann“. Völlig überraschend knöpfte der junge Jülicher dem Sieker Richard Hoffmann einen Satz ab. Mehr als dieser Satzgewinn war allerdings für den Youngster nicht drin.

Als Nikas kurz vor der Pause unterlag, führte der TTC immer noch mit 4:2, denn zuvor sorgten seine Mannschaftskameraden für ein solides Punktepolster. Beide Doppel gingen an die Indeländer. Szöcs/Pysar und Mühlbach/Ozawa, die etwas mehr Mühe hatten, sorgten für den 2:0-Vorsprung. Hermann Mühlbach ließ weder im Doppel noch in seinen Einzeln was anbrennen.

Ein toller Typ

Nachdem sich der TTC dazu entschieden hatte, seinen Spitzenspieler Janos Szöcs nicht für die Einzel zu nominieren, um das Spiel mit etwas Spannung zu garnieren und gleichzeitig den Nachwuchsspieler einzubinden, agierte Mühlbach auf Position Eins und startete mit drei Punkte voll durch. Arnold Beginn kommentierte: „Mühlbach ist in der Form seines Lebens. Er spielt grandioses Tischtennis, und er ist ein toller Typ. Ich bin froh, dass wir seinen Vertrag in Jülich verlängern konnten.“

Auch Yoshihiro Ozawa, der ins obere Paarkreuz rutschte und auch in der kommenden Saison für Indeland an den Tisch gehen wird, wäre beinahe das Tripple gelungen. Er vergab in einem tollen Match gegen den erfahrenen Deutsch-Chinesen Wang Yan sheng vier Matchbälle und schlug später den Mazedonier Irfan Cekic glatt. Dmytrc Pysar kam im Einzel nur zu einem Einsatz und bescherte mit seinem wichtigen Sieg über Daniel Cords den Jülichern die wichtige 4:1-Führung.

„Wenn wir in dieser Form spielen, kann uns keine Mannschaft der zweiten Liga schlagen. Am Ende ist es etwas schade, dass wir gerade gegen Bergneustadt zweimal mit Ersatz spielen mussten, sonst hätte wir um den Titel ein Wörtchen mitgesprochen. Aber ich bin mit dem zweiten Platz sehr zufrieden“, zog Arnold Beginn zufrieden Bilanz.

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