TTC Indeland schafft 10. Sieg in Serie

Von: Jörg Sauer
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Gemeinsam offenbar nur schwer zu schlagen: Hermann Mühlbach (r. und Ersatzspieler Marc Preuss gewannen ihr Doppel auch am Samstag im Heimspiel gegen den SV Brackwede. Foto: Kròl

Jülich. Nur einen Tag bevor der TTC Indeland seine Reise zum eigentlich aussichtslosen Kampf in der Bergneustädter Höhle der Löwen antrat, absolvierten die Herzogstädter vor heimischer Kulisse eine lösbare Aufgabe mit Bravour.

Trotz des Fehlens vom japanischen Jungnationalspieler Yoshihiro Ozawa besiegten die Indeländer den SV Brackwede in rund 140 Minuten mit 6:2.

„Ich wusste, vorausgesetzt dass wir uns nicht zu viele Ausrutscher leisten, dass wir gewinnen können. Mit der Leistung, die meine Mannschaft abgerufen hat, bin ich absolut zufrieden“, kommentierte TTC-Cheftrainer Johannes Dimmig. Die Indeländer haben sich nur einen Ausrutscher geleistet: Hunor Szöcs, der sonst so tadellose Spitzenspieler der Jülicher, geriet nach der Pause gegen Frantisek Placek ins Straucheln. Eigentlich ist der Spitzenspieler der Brackweder etwas schwächer einzuschätzen als Jülichs Rumäne, was Szöcs bei seinem 3:1-Erfolg im Hinspiel bewies. „Klar, normalerweise muss Szöcs beide Einzel gewinnen. Aber zu diesem Zeitpunkt war das Spiel bereits entschieden und zudem ist bei dem Ausgang der Spitzeneinzel auch oft die Tagesform Ausschlag gebend“, so Dimmig.

Den Ausrutscher der Nr. 1 kompensierte erneut Ersatzspieler Marc Preuss mit einem weiteren unerwarteten Punkt im Doppel an der Seite von Hermann Mühlbach. Die beiden Jülicher schlugen Placek/Höppner mit 3:1.

In der Form seines Lebens

Hermann Mühlbach befindet sich momentan in der Form seines Lebens. Der luxemburgische Nationaltrainer und designierte zweite Spitzenspieler des TTC Indeland war mit seinen drei Punkten der Spieler des Tages und zu diesem Zeitpunkt sogar aktuell der beste Spieler der 2. Tischtennis-Bundesliga. Wer hätte das vor der Saison gedacht?

„Wir haben ja lange gezweifelt, ob wir Mühlbach für das obere Paarkreuz melden, da er mit seinem neuen Job als Nationaltrainer der Luxemburger eine heftige Zusatzbelastung hat. Aber diese Aufgabe scheint ihn zu beflügeln“, erzählte Dimmig. Den sechsten Zähler steuerte Dmytro Pysar vor der Pause mit seinem lockeren 3:0-Sieg über Stefan Höppner bei. Der Vollständigkeit halber: Ersatzspieler Preuss hatte im Einzel gegen den übermächtigen Dragan Subotic nicht den Hauch einer Chance und unterlag glatt mit 0:3.

Mit diesem 6:2-Heimsieg hatte der TTC zumindest frisches Selbstbewusstsein für die schwierige Aufgabe in Bergneustadt getankt. Nur noch vier Punkte aus sieben Spielen fehlen den Indeländern, um die Qualifikation für die eingleisige 2. Bundesliga ganz sicher in der Tasche zu haben. Solche Rechenspiele interessieren indes Trainer Dimmig nicht. „Mein Saisonziel ist der zweite Platz“, erläutert er, und das werde seine Mannschaft auch erreichen.

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