TTC Indeland rehabilitiert sich mit beeindruckendem Auswärtserfolg

Von: Jörg Sauer
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Hermann Mühlbach fand in Fürstenfeldbruck zu alter Stärke zurück. Er ließ seinem Gegner Florian Schneider nicht den Hauch einer Chance. Foto: Kròl

Jülich/Fürstenfeldbruck. Mit dem beeindruckenden 6:1-Auswärtserfolg beim SC Fürstenfeldbruck meldete sich der TTC Indeland Jülich zurück im Rennen um die Tabellenführung der 2. Tischtennis-Bundesliga und bestätigte gleichermaßen, dass das 0:6-Heimdebakel gegen Ruhrstadt Herne ein peinlicher Ausrutscher war.

Obwohl Fürstenfeldbrucks Spitzenspieler Chia-Sheng Lee von seinem Verband nach China zurückberufen wurde, zeichnete sich in den Doppeln eine enge Entscheidung ab. Lauric Jean und Ewout Oostwouder hatten nach verlorenem ersten Satz auch etwas Glück, dass die folgenden, sehr ausgeglichenen Sätze zur ihren Gunsten endeten. Mühlbach/Ozawa hingegen zogen gegen Schreiner/Podpinka überraschend den Kürzeren.

Nach den jüngsten Formschwankungen der Jülicher Spitzenspieler waren sie am Sonntag im Süden der bayrischen Landeshauptstadt hellwach und dominierten ihre Gegner in den Eröffnungseinzeln. Florian Schneider fand in drei Sätzen kein Rezept gegen die guten Aufschläge von Hermann Mühlbach. Mit 11:3 schickte Mühlbach den desolaten Schreiner nach drei Sätzen aus der Box.

Lauric Jean bezwang den Serben Bojan Crepulja in vier Sätzen und zeigte dabei eine taktisch äußerst disziplinierte Leistung. Jean kommentierte: „Ich habe mich heute deutlich besser gefühlt als in den vergangenen Wochen. Ich war wegen der vielen Wettkämpfe und des häufigen Trainings sehr müde, heute war ich fit und wieder heiß auf Tischtennis. Es hat mir Spaß gemacht, und ich bin froh, dass wir gewonnen haben.“

Yoshihiro Ozawa stand danach dem 46-jährigen Weltenbummler Andras Podpinka gegenüber. Podpinka spielte bereits 1989 mit dem damals amtierenden Deutschen Meister ATSV Saarbrücken gegen den TTC Simex Jülich. Die Älteren werden sich auch daran erinnern, dass der in Ungarn geborene Weltklassespieler mit der belgischen Nationalmannschaft 2001 im WM-Finale gegen China stand. TTC-Cheftrainer Miroslav Broda erzählte: „Wir sind fast im gleichen Alter, und es ist faszinierend, wie gut er noch spielt. Ohne die gute taktische Leistung von Ozawa hätte es eng werden können.“

Nachdem Ozawa den ersten Durchgang recht glatt gewonnen hatte, kam Podpinka immer besser ins Spiel. Ozawas Schlüssel zum Sieg war die enorme Forcierung des Drucks und die Erhöhung des Tempos bis der Oldie schließlich im vierten Satz in die Knie ging.

Oostwouders Matchplan gegen Cipin war anders: Er spielte dem Kroaten immer wieder lange Bälle in die Vorhand, um ihn zur Spieleröffnung zu verleiten. Am Ende setzte sich der Niederländer wegen seiner sicheren Grundschläge durch und markierte den wichtigen Punkt zum 5:1.

Nach einer Spielzeit von nur knapp mehr als zwei Stunden gelang Lauric Jean mit seinem 3:2-Sieg über Schneider schließlich der finalen sechsten Punkt für Jülich. Somit spekulieren die Herzogstädter nach wie vor auf die Herbstmeisterschaft in der 2. Tischtennis-Bundesliga.

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