TTC Indeland mit zwei sehr unterschiedlichen Spielen

Von: Jörg Sauer
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Jean Lauric beeindruckte in Saarbrücken mit einer wahren Leistungsexplosion und trumpfte gegen Lakatos enorm stark auf. Foto: Kròl

Jülich. Es war viel Schatten und viel Licht um den TTC Indeland Jülich am vergangenen Wochenende. Die TTC-Kenner und Insider sind sich einig: In Ober-Erlenbach bot der TTC beim 3:6 die bislang schlechteste Saisonleistung und nur zirka zwölf Stunden später in Saarbrücken setzte der TTC zum Höhenflug an.

Damit wies er den momentan eigentlich grandios aufspielenden 1. FC Saarbrücken mit 6:3 in eigener Halle in die Schranken.

Ebenso überrascht auf Grund der Leistungsmutation erzählte TTC-Cheftrainer Miroslav Broda: „Tischtennis ist rational nicht zu erklären. Ich hatte mir eigentlich Chancen in Ober-Erlenbach ausgerechnet und uns in Saarbrücken eher als Außenseiter gesehen. Da wir in der Nacht, nach der Enttäuschung, auch noch ziemlich erschöpft nach Saarbrücken reisen mussten, war die Leistung meiner Jungs fast unerklärlich. Unter dem Strich bin ich mit der Ausbeute von zwei Punkten zufrieden.“

TTC-Manager Arnold Beginn kommentierte die desolate Vorstellung in Ober-Erlenbach plakativ dramatisch: „Ich wusste am Samstagabend nicht, wie diese Mannschaft überhaupt den Klassenerhalt schaffen soll!“ Insofern staunte Beginn am Sonntagnachmittag Bauklötze über die Leistungen, die seine Jungs im Saarland an die Tische gebracht hatten.

Doch über aller Verwirrung und jeglicher Faszination steht die Erkenntnis, dass der TTC Indeland Jülich ein massives Doppelproblem hat. Die in der Vergangenheit so gut funktionieren Gespanne Jean/Oostwouder und Ozawa/Mühlbach funktionieren nicht mehr. Trainer Miroslav Broda ist nun auch in der Pflicht diesbezüglich zu handeln. Boss Beginn sprach ein Machtwort: „Ich war schon vor dem vergangenen Wochenende skeptisch, ob unsere Doppelpaare noch funktionieren. Nun müssen wir uns zusammensetzen und Lösungsansätze debattieren. So geht es in keinem Fall weiter!“

Gegen Ober-Erlenbach fehlte Jean/Oostwouder gegen Sambe/Qui nach vier Sätzen die Substanz und Mühlbach/Ozawa bissen sich gegen Maxen/Schabacker die Zähne aus; wohlgemerkt Michael Maxen wäre von seiner Spielstärke beim TTC irgendwo im Bereich der dritten Herrenmannschaft einzuordnen und absolvierte gegen Jülich sein erstes Bundesligaspiel.

In Saarbrücken gingen die Jülicher Doppel komplett unter: Jean/Oostwouder ergatterten gegen Lakatos/Mutti in den ersten beiden Sätzen insgesamt nur vier Punkte und Coach Broda sah während der Doppel in Saarbrücken schwarz: „Ich wusste nicht, wie mir geschah. Ich hatte ein sicheres Debakel vor Augen. Ich hätte niemals gedacht, dass wir dieses Spiel noch gewinnen können.“

Danach erlebte der Trainer eine Leistungsexplosion seines Teams. Jean Lauric trumpfte auf, spielte auf europäischem Topniveau und schlug Lakatos und Mutti. Ozawa agierte am oberen Limit seines Leistungsvermögens und musste sich nur Mutti knapp geschlagen geben. Mühlbach war die Souveränität in Person, und selbst Ewout Oostwouder zog den Kopf aus der Schlinge und schlug mit Dennis Klein einen Spieler, der in den letzten Wochen auf internationaler Ebene in seiner Altersklasse für Furore sorgte. Nach der Pleite in Ober-Erlenbach war dieser Sieg wie Balsam auf den Wunden der Indeländer, sodass sie doch noch zufrieden, mit zwei Punkten im Gepäck, die Heimreise in die Herzogstadt antreten konnten.

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