TTC Indeland: Mission im hohen Norden erfüllt

Von: Jörg Sauer
Letzte Aktualisierung:

Siek/Jülich. Indelands letztes Auswärtsspiel am Samstag in Siek war alles andere als ein Zuckerschlecken. Nach einem 4:5-Rückstand drehten die Jülicher noch den Spieß um und gewannen mit 9:5 im hohen Norden.

Schon in den Doppeln deutete sich an, dass die Luft in der gemütlichen Mehrzweckhalle Hinterm Dorf in Siek sehr dünn wird. Ricardo Walther und Daniel Halcour hatten gegen Sieks stärkstes Doppel Wang/Makowski in drei Sätzen keine Chance. Ebenso deutlich waren die Kraftverhältnisse allerdings im zweiten Doppel zu Gunsten der Jülicher: Szymanski/Jean siegten glatt gegen Aydin/Kushov.

Im wichtigen dritten Doppel wurde es spannender: Strack/Fischer siegten hauchdünn im Fünften und brachten den TTC mit 2:1 in Führung. Wang Yansheng, Sieks unangefochtener Spitzenspieler, war wie im Hinspiel in guter Form. Jülichs Youngstar Ricardo Walther brachte den Ü40-Vizeweltmeister zumindest wieder an den Rande einer Niederlage und verlor im fünften Satz zu 9. Walter: „Wang verfügt über einen enormen Erfahrungsschatz das war sein großer Vorteil. Ich habe den Sieg beim 9:9 im letzten Satz verschenkt.”

Filip Szymanski schlug am Nachbartisch Aydin knapp mit 3:2. Auch nach den Duellen im mittleren Paarkreuz war die Partie weiter offen. Christian Strack verlor 3:1 gegen Makowski und Lauric Jean schlug den ins mittlere Paarkreuz aufgerückten Rafael Schulz deutlich. Die Partie stand auf Messers Schneide und zu diesem Zeitpunkt schien sie sich zu Gunsten der Gastgeber zu wenden, denn Halcour und Fischer verloren überraschend deutlich ihre Spiele im unteren Paarkreuz und sorgten somit unfreiwillig für Sieks 5:4-Führung.

Danach brachen bei den Nordlichtern allerdings alle Dämme. Nach vier Niederlagen in Folge schlug Jülichs Nummer Eins Filip Szymanski den Deutsch-Chinesen Wang Yansheng zum ersten Mal seit seinem Dienstbeginn in Jülich. In der Partie zwischen Aydin und Walter war ordentlich Gift im Spiel. Nach einigen unqualifizierten Äußerungen Aydins kochten die Emotionen kurzfristig über, doch Jülichs Youngstar brachte die Partie über die Ziellinie. Mit diesen beiden Siegen war Indeland zurück in der Spur. Jean und Strack brachten den TTC schließlich sogar mit 8:5 in Führung. Axel Fischers hauchdünner Erfolg über Mulid Kushov machte Jülich ersten doppelten Punktgewinn in Siek perfekt.

TTC-Trainer Johannes Dimmig: „Wir haben unsere Mission erfüllt. Nun reicht uns am kommenden Freitag daheim gegen Dortmund ein Unentschieden, um den Titel perfekt zu machen.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert