TTC Indeland: Marc Preuss rettet ersten Saisonsieg

Von: Jörg Sauer
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Der neue Hoffnungsträger des TTC Indeland: Die Nr. 1 Janos Szöcs gewann seine beiden Einzel in Xanten jeweils glatt mit 3:0. Foto: Kròl

Jülich. Wer hätte vor der Saison gedacht, dass die Partie gegen den TuS Xanten für die Indeländer ein echtes Kellerderby sein würde und dass der TTC sich am Ende nur hauchdünn mit einem nervösen 6:4-Arbeitssieg beim designierten Absteiger durchsetzen kann?

Die Antwort ist wohl eindeutig: Niemand! Seit Sonntag ist jedoch dieses eigentlich undenkbare Szenario Realität. Nach dem knappestmöglichen Sieg beim „Schlusslicht“ sprach TTC-Cheftrainer Johannes Dimmig erleichtert: „So laufen die Spiele nun mal, wenn man am Tabellenende steht. Ich bin heilfroh, dass wir gewonnen haben. Mund abputzen und weiter geht es. Morgen interessiert sich niemand mehr dafür, wie der Sieg zustande gekommen ist. Die Hauptsache ist, dass wir die ersten beiden Punkte gewonnen haben!“

Wieder musste der TTC auf einen Spieler der zweiten Herrenmannschaft zurückgreifen, der sich drei Klassen tiefer in der Verbandsliga tummelt. Aber gerade Marc Preuss, einem blutjungem Eigengewächs aus der Zweitvertretung ist es zu verdanken, dass die Indeländer sich nach dem letzten Einzel nicht mit einer Punkteteilung zufrieden geben mussten. In der Phase, als der Druck am größten war, behielt Preuss kühlen Kopf und feierte bei der TTC-Führung von 5:4 seinen enorm wichtigen ersten Sieg in der 2. Tischtennis-Bundesliga und sicherte dem TTC mit 3:1-Sätzen das 6:4.

Drei Matchbälle vergeben

Ferner nominierten die Jülicher Urgestein Adel Massaad fürs Doppel, der sich an der Seite von Janos Szöcs achtbar schlug. Dennoch vergab das Jülicher Gespann beim 2:3 vier Matchbälle. Dimmig: „Es ist immer schwer, wenn man quasi mit einem 0:3 in die Partie startet. Dann können die Nerven sehr schnell blank liegen. Das hat man in einigen Spielsituationen deutlich gesehen. Aber niemand hätte Marc Preuss einen Sieg zugetraut. Das war eine faustdicke Sensation!“

Bei Hermann Mühlbach lagen die Nerven allerdings blank. Jülichs etatmäßige Nr. 3 rutschte, durch den krankheitsbedingten Ausfall von Dmytro Pysar ins obere Paarkreuz und hatte in beiden Einzeln (1:3, 2:3) das Nachsehen. Indelands neue Nr. 1, Janos Szöcs, und der junge Japaner Yoshihiro Ozawa gewannen ihre Matche jeweils leichtfüßig mit 3:0.

Die grandiose Leistung der beiden Neuzugänge bildete eine solide Grundlage für den knappen Sieg der Indeländer. Auch wenn der TTC diesmal mit einem blauen Auge davongekommen ist, bleibt äußerste Vorsicht geboten: Das neue Vierer-Spielsystem hat toxische Konsequenzen, wenn die Indeländer es in Zukunft nicht schaffen sollten, in Bestbesetzung anzutreten.

Die Tatsache, dass der TTC zum dritten Mal in Folge „löchrig“ antrat, spiegelt der dürftige siebte Tabellenplatz wider. Komplett wäre der TTC in der zweiten Liga eine Macht, mit Ersatz stehen die Herzogstädter gegen fast jedes Team auf verlorenem Posten.

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