TTC Indeland kommt über den Kampf zum Sieg

Von: Jörg Sauer
Letzte Aktualisierung:
13160509.jpg
Das Doppel Martin Allegro (links) und Lauric Jean holte am Sonntag den ersten Punkt bei der Heimpremiere gegen den TTC Fortuna Passau. Foto: Kròl

Jülich. Nachdem erst wenige Stunden vor Spielbeginn endgültig feststand, dass Yoshihiro Ozawa, Jülichs bislang ungeschlagener Japaner, beim Heimdebüt gegen Fortuna Passau nicht mit von der Partie sein wird, schrieben nicht wenige Experten den TTC komplett ab.

Zu groß schien die Übermacht der Gäste aus der „Dreiflüssestadt“. Doch das Quartett Jean, Mühlbach, Sereda und Allegro trotzte den Kennern der Szene und gewann mit einer herausragenden Mannschaftsleistung 6:4 gegen das favorisierte Team aus Niederbayern und setzt sich im oberen Tabellendrittel fest.

Die Pessimisten wurden vom miserable Auftakt der Indeländer zunächst bestätigt. Hermann Mühlbach und Peter Sereda fanden gegen Kojic/Akkuzu keine Bindung zum Spiel. In Rekordtempo schickten die Gäste die Indeländer zurück in die Box und sorgten somit für die frühe Führung der Passauer.

Zu diesem Zeitpunkt roch alles nach einem Desaster für Jülich, weil auch am Nachbartisch das zweite Doppel beim Zwischenstand von 0:2 verloren schien. Aber das rein belgische Gespann Jean/Allegro drehte den Spieß mit großem Einsatz um, gewann drei Sätze gegen Lakatos/Krcil in Folge und glich zum enorm wichtigen 1:1 aus.

„Wenn wir dieses Doppel auch noch verloren hätten, wäre der Druck sehr groß geworden. Ein 0:2-Rückstand, dabei im Hinterkopf, dass Ozawa fehlt – das wäre schon fast eine Vorentscheidung zu Gunsten für Passau gewesen“, schätzte Jülichs Teamchef Hermann Mühlbach die Situation ein.

Doch frisch beflügelt rief das obere Paarkreuz der Indeländer eine fast sensationelle Leistung ab: Mühlbach schlug Tamas Lakatos in drei hart umkämpften Sätzen und Lauric Jean knüpfte mit seinem Vier-Satz-Sieg gegen Frane Tomislav Kojic erstmals wieder an seine Glanzleistungen der vergangenen Saison an. Indelands 3:1-Führung nährte realistische Hoffnungen auf einen Sieg.

Falls jetzt das untere Paarkreuz nicht komplett scheitert, rückt der TTC hautnah an einen Punktgewinn heran. Der junge Martin Allegro hatte gegen den gleichaltrigen, aber stärker eingeschätzten, Franzosen Can Akkuzu keine Chance. Immer wieder zwang der Belgier den bislang ungeschlagenen Passauer zu schnellen, teilweise langen, attraktiven Ballwechseln, die oft der Franzose knapp für sich entschied. Am Ende klang das 0:3 deutlicher als der tatsächliche Leistungsunterschied.

Die beiden „Senioren“ Sereda und Krcil lieferten sich ebenfalls ein packendes Duell. Jülichs Neuverpflichtung bewies Kämpferqualitäten und größeres Stehvermögen und bescherte seinem Team somit das 4:2. Indelands komfortable 5:2-Führung wurde vom Verletzungspech des Ungarn Tamas Lakatos begünstigt; die Nummer Eins der unglücklichen Fortunen gab nach verlorenem ersten Satz die Partie gegen Lauric Jean kampflos ab.

Aber der TTC ließ sich bis zum entscheidenden sechsten Punkt noch etwas Zeit. Nach Niederlagen von Hermann Mühlbach (1:3 gegen Kojic) und Sereda (2:3 gegen Akkuzu) lastete der ganze Druck auf dem jungen Martin Allegro.

Doch der Belgier behielt bei seiner Ligapremiere vor heimischem Publikum einen kühlen Kopf: Er setzte sich, nachdem er einige brenzlige Situationen gegen Krcil gemeistert hatte, souverän durch und markierte den viel umjubelten Siegpunkt zum 6:4. TTC-Manager Arnold Beginn frohlockte: „Mit diesem Sieg ist Allegro in Jülich angekommen! Ich hätte im Vorfeld niemals mit einem Sieg meines Teams gerechnet. Das war eine tolle Mannschaftsleistung!“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert