Saarbrücken/Jülich - TTC Indeland kassiert im Saarland eine 1:6-Klatsche

TTC Indeland kassiert im Saarland eine 1:6-Klatsche

Von: Jörg Sauer
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Rettete wenigstens den Ehrenpunkt: Lauric Jean gewann beim Debakel im Homburger Ausweichquartier des 1. FC Saarbrücken-TT II sein Einzel gegen den Italiener Leonardo Mutti. Foto: Kròl

Saarbrücken/Jülich. Mit einer deutlichen 1:6-Niederlage im Gepäck kehrte der TTC Indeland Jülich am Sonntag recht enttäuscht von seinem Betriebsausflug ins Saarland zurück. Dort sind die Indeländer um die Erkenntnis reicher geworden, dass diese Saison kein Selbstläufer wird, denn schließlich verloren die Herzogstädter gegen eine Mannschaft, die in allen Belangen überlegen war.

Man kann natürlich darüber diskutieren, wie sehr das Fehlen von Punktegarant Yoshihiro Ozawa das Jülicher Team schwächte. Sicherlich wäre der formstarke Japaner gegen Dennis Klein als haushoher Favorit an den Tisch gegangen und auch im Doppel wäre ihm einiges zuzutrauen gewesen, doch ob dies dem Jülicher Team den entscheidenden Impuls zum Sieg gegeben hätte, ist in Anbetracht der starken Leistung der Gastgeber sehr zweifelhaft.

Stattdessen bleibt festzuhalten, dass die als stark angepriesenen Jülicher Neuverpflichtungen am Sonntag weit hinter ihren Erwartungen zurückblieben. Ohne Satzgewinn gingen der junge Martin Allegro und der erfahrene Peter Sereda aus der Box.

Wenn im Vorfeld beim 1.FC Saarbrücken eine Schwachstelle auszumachen war, dann lag sie wohl bei Dennis Klein, doch der Neu-Jülicher Allegro war ihm mit 0:3 glatt unterlegen. Die Erklärung für diese unspektakuläre Niederlage ist wohl, dass sich der unerfahrene Belgier noch an die neue Liga und die ungewohnte Atmosphäre gewöhnen muss.

Seredas Gegner Tomas Polansky wird hingegen in Insiderkreisen als ungarische Nachwuchshoffnung hoch gehandelt. Jülichs Cheftrainer Miroslav Broda war voller Lob: „Polansky ist ein sehr starker Spieler. Ihn werden wir mit Sicherheit in ein oder zwei Jahren in der Bundesliga sehen.“

0:2 schon nach den Doppeln

Doch die Gründe für Jülichs Debakel in Saarbrücken nur im neuen, unteren Paarkreuz zu suchen, wäre falsch. Schon in den Doppeln begann die Misere: Beide Paare gingen sang- und klanglos, also ebenso ohne Satzgewinn, vom Tisch und leiteten den Start-Ziel-Sieg der Gastgeber in der Anfangsphase glanzlos ein. „Man muss kein Prophet sein um zu wissen, dass nach einem 0:2 aus den Doppeln der Sieg gegen eine derart starke Mannschaft eigentlich unmöglich ist“, weiß Broda.

Das obere Paarkreuz versuchte mit großem Einsatz, allen Prophezeiungen entgegenzuwirken. Lauric Jean, der rekonvaleszente Spitzenspieler der Indeländer, zwang Leonardo Mutti nach einem großartigen Match und fünf spannenden Sätzen in die Knie. Doch gegen Bojan Tokic, Saarbrückens Nr. 1., sahen Jean und Mühlbach eher blass aus. Mühlbach gestaltete immerhin zwei Durchgänge offen und verbuchte zumindest einen Satzgewinn für sich. Beim Stand von 1:5 war Jean später gegen Tokic allerdings vollkommen chancenlos.

TTC-Manager Arnold Beginn kommentierte: „Das war natürlich ein schlechtes Ergebnis, aber wir müssen dieses Spiel jetzt möglichst schnell abhaken und uns auf das nächste Spiel konzentrieren. Es ist mir lieber, dass meine Mannschaft einmal 1:6 verliert als viermal 4:6.“

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