TTC Indeland Jülich stellt gegen Saarbrücken die Weichen

Von: Antonius Wolters
Letzte Aktualisierung:
11737302.jpg
Zusage gegeben: Mannschaftskapitän Hermann Mühlbach wird auch in der kommenden Saison für Tischtennis-Zweitligist TTC Indeland Jülich aufschlagen. Foto: Kròl

Jülich. TTC-Manager Arnold Beginn hat sich zwar zuletzt sechs Wochen lang auf Mallorca erholt, doch gleichwohl hat er fast täglich für den Tischtennis-Zweitligist gearbeitet und an der Mannschaft für die nächste Saison gebastelt. Und Beginn vermeldet einen weiteren Abschluss.

Nach Spitzenbrett Lauric Jean, dem auch Angebote aus der Bundesliga vorlagen, hat sich auch Mannschaftskapitän Hermann Mühlbach, der aktuell an Position zwei spielt, für den Verbleib bei den Indeländern entschieden.

Die übrigen drei Plätze sind noch offen, denn die Herzogstädter wollen unbedingt für die kommende Saison einen gleichwertigen Ersatzmann verpflichten, um in einer Liga mit überwiegend gleichwertigen Teams nicht ins Hintertreffen zu geraten, falls ein Spieler verletzt wird oder aus anderen Gründen ausfällt.

Ein Kandidat spielt Sonntag vor

Ein möglicher Kandidat für einen Platz im Jülicher Bundesliga-Kader spielt am Sonntag in der Nordhalle auf, wo der TTC um 14 Uhr auf die Zweitvertretung des Bundesligisten 1. FC Saarbrücken-TT trifft. Der Ungar Tamas Lakatos, der beim Tabellendritten an Position eins spielt, ist nach Worten Beginns „auf dem Markt“ und wird vielleicht schon am Sonntag entscheiden, ob er in der kommenden Saison an der Rur oder beim TTC Fortuna Passau spielt.

Ob diese Vorzeichen aus Jülicher Warte gut oder schlecht für den Ausgang des Spiels sind, ist noch nicht ausgemacht, aber für den Manager ist es auf jeden Fall „das für uns wichtigste Spiel der Saison: Wenn wir verlieren, spielen wir bis zum Schluss gegen den Abstieg.“ Springe jedoch wie im Hinspiel ein Erfolg für den gastgebenden TTC heraus, habe man gute Chancen, oben mitzuspielen.

Um diese Aufgabe zu erfüllen, kann der Gastgeber wie zuletzt gegen Frickenhausen seine Bestbesetzung aufbieten. Dort fuhr insbesondere Yoshihiro Ozawa an Position drei die „volle Punktzahl ein“, siegte in seinen beiden Einzeln und an der Seite von Hermann Mühlbach auch im Doppel.

Ob der Publikumsliebling den Herzogstädtern indes erhalten bleibt, ist allerdings fraglich, denn Ozawa wird regelmässig vom japanischen Verband angefordert, so dass die Indeländer zu diesen Terminen in der Regel vorab mit einem 0:2-Rückstand in die Partie gehen mussten, was dem Manager und Trainer Miro Broda meist großes Kopfzerbrechen bereitete.

Sorgenkind Oostwouder

Fraglich ist auch das weitere sportliche Schicksal des baumlangen Ewoud Oostwouder, der an Position vier spielt. Nach einer ausgeglichenen Bilanz in seiner ersten Zweitliga-Saison für Jülich ist der niederländische Landesmeister in seiner Entwicklung offenbar stehen geblieben oder nach einer langwierigen Rückenverletzung nicht mehr richtig in Tritt gekommen. Trainer Broda und auch Manager Beginn monieren, dass die Spielweise des 22-Jährigen für die Gegner zu leicht auszurechnen ist. Zunehmend als Handicap erweist sich damit für den jungen Mann der Umstand, dass er im Gegensatz zu seinen Mannschaftskameraden keiner festen Trainingsgruppe angehört, die ihn fordert und in seiner Spielweise weiter fördern könnte.

Einen möglichen Kandidaten für die Indeländer hat Lauric Jean mit seinem Landsmann und Doppelpartner Julian Inderherberge ins Spiel gebracht, der in Jülich kein Unbekannter ist. Bereits als 16-Jähriger absolvierte das Talent schon viele Spiele für den TTC – damals noch in der Bundesliga. Zwischenzeitlich musste er jedoch verletzungsbedingt zwei Jahre komplett aussetzen, hat sich aber inzwischen wieder auf Platz 260 in der Weltrangliste vorgearbeitet.

„Es ist noch nie eine Mannschaft billiger geworden“, muss der Manager bei seinen Planspielen immer auch die finanzielle Belastung im Blick behalten. So müsste ein Spieler auf Position fünf auch dazu bereit sein, für die Zweitvertretung in der NRW-Liga zu spielen. Gleichwohl ist Arnold Beginn in Sachen Personal zuversichtlich: „In einer Woche müsste die Mannschaft klar sein.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert