Jülich - TTC Indeland Jülich schrammt knapp an einer Blamage vorbei

TTC Indeland Jülich schrammt knapp an einer Blamage vorbei

Von: Jörg Sauer
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Der Japaner Yoshihiro Ozawa (l.) und Mannschaftskapitän Hermann Mühlbach fuhren am Freitag die halbe Miete beim hart erkämpften 6:4-Heimsieg gegen den 1. FC Köln ein. Foto: Kròl

Jülich. Nach dem hauchdünnen 6:4-Heimsieg gegen die Underdogs vom 1.FC Köln steht die Frage im Raum, ob der TTC Indeland nur glücklich mit einem blauen Auge davon gekommen ist oder ob sich am Ende die Qualität der Mannschaft durchgesetzt hat.

Fakt ist in jedem Fall, dass der TTC sein Soll erfüllt hat, damit es am kommenden Samstag gegen den Primus ASV Grünwettersbach zu einem grandiosen Showdown vor heimischer Kulisse kommen kann.

Es gehört ja mittlerweile schon zum guten Ton in der zweiten Liga, dass der Favorit seine Rolle vor den Partie abstreift und von einem „Duell auf Augenhöhe“ spricht. Dies fiel dem TTC nach dem deutlichen 6:1-Hinspielsieg beim 1. FC Köln nicht leicht. Immer wieder betonte man im TTC-Lager, dass es diesmal für die Kölner um die Wurst in Sachen Klassenerhalt geht und dass Derbys immer eigene Gesetze haben.

Köln nahm den Kampf an

Das ist das typische Geplänkel, dachten viele Experte. Doch das, was der TTC prognostizierte, traf vollends ein: Der 1. FC Köln nahm den Kampf um die wichtigen zwei Punkte an und bot dem Titelaspiranten aus dem Indeland ordentlich Paroli. Beim Zwischenstand von 2:4 dachten nicht wenige Zuschauer in der ordentlich gefüllten Nordhalle an eine Sensation. Als Jülichs Spitzenspieler Lauric Jean gegen Kölns Besten Lennart Wehking sogar noch mit 0:2 ins Hintertreffen geriet, sahen die TTC-Fans ihre Felle schon schwimmen. Doch Jeans Comeback im Spitzeneinzel war sinnbildlich für die Mannschaftsleistung der Jülicher: Am Anfang fehlte der Zugriff, die Gäste zogen davon und schließlich fand der TTC seine Körperspannung zurück und zog hoch konzentriert, nach einem großartigen Aufbäumen auf der Ziellinie an den Kölner vorbei – genau wie Jean in seinem Einzel.

TTC-Cheftrainer Miroslav Broda kommentierte: „Ich habe die Kölner schon als sichere Sieger gesehen. Ich hatte beim 2:4 das Gefühl, dass meine Mannschaft mein Coaching so dringend wie nie zuvor braucht. Lauric lag 0:2 hinten und Hermann hatte im ersten Satz enorme Probleme. Doch wir haben den Kopf aus der Schlinge gezogen, indem wir in den Satzpausen intensiv an der Taktik gefeilt haben. Unser Rezept ist aufgegangen.“

In dieser Phase waren die Kölner näher an einem 6:2-Sieg als die Jülicher an einem Comeback. Die Situation wurde erst durch Ozawas überraschende 0:3-Niederlage gegen Florian Wagner brisant. Der Japaner schien phasenweise gegen den viel schwächer eingeschätzten Kölner überfordert und konnte bis zuletzt den Schalter nicht umlegen. Ozawa selbst: „Er gehört nicht zu meinen Lieblingsgegnern, aber ich habe vorher noch nie gegen ihn verloren. Ich hatte große Probleme mit seinem unangenehmen Schnitt, aber er ist auch ein bisschen über sich hinausgewachsen. Zudem war ich auch ein wenig nervös, weil ich hier in Jülich immer Topleistung zeigen will und mich weiter nach oben spielen möchte.“

Im zweiten Einzel steigerte sich Ozawa deutlich und schlug Gianluca Walther beeindruckend mit 3:0 und brachte die Indeländer mit 5:4 in Führung. Schließlich behielt Ewout Oostwouder einen kühlen Kopf, gewann sein Match hauchdünn in der Verlängerung des fünften Satzes und ersparte den Indeländern eine kalte Dusche.

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