TTC Indeland Jülich plant Rückkehr in die 1. Liga

Von: Volker Uerlings
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TTC-Manager Arnold Beginn baut im oberen Paarkreuz auf Lauric Jean und sein neues Team mit sechs Spielern. Der Aufstieg in die 1. Liga wäre auch qualitativ zu schaffen. Foto: Kròl

Jülich. Was sich schon vor einigen Wochen bei den Personalplanungen angedeutet hat, ist jetzt noch ein bisschen wahrscheinlicher geworden: Der TTC Indeland strebt die Rückkehr in die 1. Tischtennis-Bundesliga an. Der Vizemeister der eingleisigen Zweiten Liga hat sportlich ein Team unter Vertrag genommen, das sich jetzt schon durchaus oben behaupten könnte.

Entscheidender für das wieder erwachte Interesse an Liga 1 sind aber strukturelle Veränderungen, wie Manager Arnold Beginn und TTC-Präsident Mike Küven informierten. Die Bundesliga soll auf zwölf Teams aufgestockt werden, die am Ende in zwei Runden Meister und Absteiger ermitteln. Das ist sportlich erheblich interessanter als der gegenwärtige Modus.

Die Erstligisten haben sich laut Beginn und Küven bei einer Versammlung mit 8:1 Stimmen für diese Veränderung ausgesprochen. Die Vergrößerung hätte eine weitere positive Folge: Die Verbandsabgaben der Mannschaften – ein beachtlicher fünfstelliger Betrag pro Team – wären deutlich günstiger. Bislang hätten diese Kosten den Finanzplan vieler Vereine überfordert, die dann lieber eine Klasse tiefer spielten.

Arnold Beginn: „Wenn sich das verändert, und der Verbandstag wird an diesem Wunsch der Liga nicht vorbeikommen, wollen wir den Schritt wagen. Nicht nur wir, auch andere Vereine. Es gäbe dann drei Aufsteiger aus der Zweiten Liga.“

Küven und der Manager haben schon mit ihren wichtigen Sponsoren gesprochen, die diesen Plan wohlwollend unterstützen wollen. Mit Ausrüster Tibhar gibt es ohnehin einen Vertrag, der höhere Zahlungen im Falle der Erstklassigkeit vorsieht. Die Erfolge des TTC in der jüngeren Vergangenheit haben auch weitere Sponsoren aus dem Mittelstand zum Verein geführt, der in der neuen Saison von der 2. Liga bis zum Schülerbereich zwischen 18 und 20 Mannschaften in den Spielbetrieb schicken wird.

Auf jeden Fall gehen die Veranwortlichen und der Verein mit neuer Motivation in die neue Saison, die Anfang September in Grenzau beginnt (siehe auch Info links). Und im deutschen Pokalwettbewerb könnte Jülich dank günstiger Auslosung weit kommen.

Sechs Spieler haben die Indeländer gemeldet: An Position 1 den Trainer des besten deutschen Spielers, Dimitrij Ovtcharov, Chen Hongyu (42), der nur gelegentlich zum Einsatz kommen soll. Jean Lauric, Hermann Mühlbach und Neuzugang Peter Sereda folgen. Möglicherweise bekommt Yoshihiro Ozawa als Publikumsliebling Konkurrenz, weil ihm der 20-jährige Belgier Martin Allegro diesen Rang abspenstig macht. Gemeinsam mit Jean bildet er das belgische Nationaldoppel, das so wohl auch von Trainer Miro Broda in Jülich aufgestellt wird.

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