TTC Indeland Jülich: Lauric Jean entfesselt den Wirbelsturm

Von: Jörg Sauer
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Auch Teamchef Hermann Mühlbach ließ sich von der Woge der Euphorie in der Nordhalle tragen und feierte einen 3:0-Sieg über Frickenhausens Nummer 2, Ikeda. Foto: Kròl

Jülich. Lange Zeit lieferte sich der TTC Indeland Jülich mit seinen Gästen aus Frickenhausen am Sonntag ein packendes Duell auf Augenhöhe in der 2. Herrentischtennisbundesliga.

Doch als Lauric Jean im dramatischen Spitzeneinzel gegen Filip Zeljko nach einem 1:2-Rückstand noch den Kopf aus der Schlinge zog, das Spiel umbog und einen spektakulären Sieg feierte, war die gut besuchte Nordhalle aus dem Häuschen und trug den TTC zum ersten Sieg im neuen Jahr.

TTC-Teamchef Hermann Mühlbach strahlte nach dem Spiel: „Die tolle Kulisse hat uns zum diesem Sieg beflügelt. Dieses gute Ergebnis wird uns für die nächsten schwierigen Aufgaben in der Liga eine Menge Auftrieb geben. Jean Lauric hat heute seinen Status als Spitzenspieler untermauert.

Wir konnten uns alle an ihm aufrichten.“ In der Tat: Jean Lauric, Jülichs Nummer Eins, seines Zeichens belgischer Meister im Herren-Einzel, wurde von einer zirka 50-köpfigen Gruppe belgischer Schlachtenbummler unterstützt, und er zelebrierte Tischtennis vom Feinsten. Nach leichten Startproblemen schlug er Tadakatsu Ikeda in vier Sätzen, im Spitzeneinzel gegen den Kroaten Filip Zeljko sah er fast wie der sichere Verlierer aus, doch Jean drehte auf und brachte die Halle zum Kochen.

Als er sich nach seinem Triumph das Trikot vom Leib riss und er mit einem Schmunzeln die gelbe Karte des Unparteiischen Jürgen Wernerus zur Kenntnis nahm, hatte die Stimmung den Höhepunkt erreicht.

Der Widerstand der württembergischen Gäste war nun gebrochen, denn fast im Schatten des Spitzeneinzels bot Hermann Mühlbach am Nachbartisch eine grandiose Leistung gegen den Japaner Ikeda. Der frisch gebackene Westdeutsche Meister im Herren-Doppel spielte sich beim lockeren 3:0 gegen Frickenhausens Nummer Zwei fast in Trance und markierte im Sog des Belgiers das ebenso frenetisch gefeierte 5:3 für Jülich.

Im seinem ersten Einzel gegen Zeljko hatte Mühlbach zuvor erhebliche Probleme; die Aufschläge des Jülichers verfehlten ihre Wirkung, und beim Return sah er teilweise etwas unglücklich aus. „Nach dem ersten Spiel war es für mich wichtig meinen Kopf frei zu bekommen und mich auf das zweite wichtige Einzel zu konzentrieren. Das ist mir gut gelungen, und dieser Sieg entschädigt mich für die mäßige Leistung gegen Zeljko“, so Mühlbach.

Erfolgreichster Jülicher war jedoch Yoshihiro Ozawa: Nach seinem Ausflug zur japanischen Nationalmannschaft kam Ozawa zurück, sah und siegte gleich dreifach. Er gestaltete nicht nur das Doppel an der Seite von Hermann Mühlbach erfolgreich, sondern wirbelte auch bei seinen Triumphen über Szita und Udra im unteren Paarkreuz mächtig Wind auf. Letztendlich steuerte „Wirbelwind“ Ozawa den Löwenteil zum Jülicher Sieg bei. Teamchef Mühlbach: „Ozawa hat super gespielt, er ist im unteren Paarkreuz für unsere Mannschaft noch wichtiger als auf Position 2.“

Ohne Punkt

Ewout Oostwouder ging als einziger Indeländer am Sonntag leer aus, er haderte und schaffte es nicht, die wenigen guten Chancen zu nutzen. „Das untere Paarkreuz hat enorm an Qualität gewonnen. Ewout muss einfach lernen, dass die Spiele dort keine Selbstläufer sind und dass es wichtig ist, sich nach Niederlagen wieder aufzurichten“, analysierte Mühlbach.

TTC-Manager Arnold Beginn, der im fernen Urlaubsdomizil Mallorca das Spiel via Internet verfolgte, kommentierte: „Wir haben endlich gezeigt wozu die Mannschaft in der Lage ist, wenn sie in Bestbesetzung antritt.“

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