TTC Indeland Jülich gelingt die Pokalsensation

Von: Antonius Wolters
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Die Pokalsensation ist unter Dach und Fach: Hermann Mühlbach (v.l.), Trainer Miroslav Broda und der Japaner Yoshihiro Ozawa klatschen sich in der Nordhalle nach dem 3:1-Erfolg gegen Frickenhausen ab. Foto: Kròl

Jülich. Tischtennis-Zweitligist TTC Indeland Jülich hat sich den Traum erfüllt und mit dem sensationellen 3:1-Heimerfolg gegen Bundesligist Frickenhausen die Pokal-Endrunde erreicht, die am 20. und 21. Dezember in Fulda ausgetragen wird.

„Ich wusste, dass die erste Mannschaft nicht viel besser ist als die Zweitvertretung“, sagte hinterher Jülichs Trainer Miro Broda, der entsprechend sein Team aufstellte. Nachdem Hermann Mühlbach beim 6:0-Auftakterfolg mit seinen Aufschlägen Angst und Schrecken bei Frickenhausens Reserve verbreitet hatte, spielte er gegen das Bundesligateam an Position eins. Er rechtfertigte das Vertrauen des Trainers und gewann seine beiden Spiele gegen den Russen Paykov und den Japaner Morizono. Gegen das Spitzenbrett der Gäste hatte zwischenzeitlich Lauric Jean in fünf umkämpften Sätzen hauchdünn verloren. Dagegen verlor Jülichs Japaner Yoshihiro Ozawa die beiden ersten Sätze gegen Liang Qiu, bevor er aufdrehte und die Partie noch für sich entschied.

Ungewöhnliche Umstände begleiteten die Partie, die mit gut 30 Minuten Verspätung begann, da die Gäste staubedingt erst sehr spät die Nordhalle erreichten.

Am Ende wäre es beinahe zum Eklat gekommen, denn der Oberschiedsrichter, der den Frickenhausener Morizono vorher bereits mehrfach ermahnt und die gelbe Karte gezeigt hatte, wertete mehrere Aufschläge des Japaners für den Jülicher Mühlbach. Das ging so weiter, bis Gästetrainer Jiang Xin Qiu aufstand, die Partie abbrach und mit seinen Schützlingen die Heimreise antrat. Nach knapp acht Stunden Anreise und gut dreistündigem Spiel stand der Bundesligist mit buchstäblich leeren Händen da.

„Mir ist egal, gegen wen wir spielen. Wir haben gegen jeden eine Chance“, ist TTC-Trainer Miro Broda gespannt, welcher Gegner seiner Mannschaft bei der Auslosung am 2. Oktober beschert wird. Die Indeländer – fraglos die Mannschaft der Stunde – sind damit im Pokal als einziger Zweitligist noch im Wettbewerb vertreten.

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