TTC Indeland: Jean Lauric avanciert zum Spieler des Tages

Von: Jörg Sauer
Letzte Aktualisierung:
ttcindelanbu
Jean Lauric legte trotz einer strapaziösen Woche und einer ebensolchen Anfahrt nach Dortmund mit seinen vier Siegen die Basis des Jülicher Punktgewinns beim BVB. Foto: Król

Dortmund/Jülich. „Wir müssen auf dem Boden bleiben. Wir hätten zwar gerne in Dortmund gewonnen, aber viele knappe Spiele sind schon zu unseren Gunsten ausgegangen. Insofern war das Unentschieden gerecht, und ich bin mit dem Ergebnis zufrieden”, urteilte Cheftrainer Johannes Dimmig nach der Punkteteilung im Spitzenspiel der zweiten Tischtennis-Bundesliga zwischen seinem TTC Indeland und dem Verfolger Borussia Dortmund.

Spitzenduell

Das Remis war in der Tat das einzig gerechte Ergebnis des Topspiels, das diese Bezeichnung nicht nur auf Grund der Tabellenpositionen redlich verdient hatte. Dieses Spitzenduell war an Dramatik kaum zu überbieten: Als Jülichs Schlussdoppel Szymanski/Lauric nach rund 300 Minuten im fünften Satz den ersten Matchball zum 8:8 verwandelte konnten beide Teams erhobenen Hauptes die Halle verlassen.

Auch die Statistik bringt das Gleichgewicht massiv zum Ausdruck: Acht Spiele gingen in den fünften Satz - die Hälfte gewann Jülich. 69 Sätze wurden in diesem Marathonmatch gespielt, 35 gewann Jülich. Unglaubliche 1294 Ballwechsel wurden gespielt - 50,3 Prozent gewann Jülich.

Durch den strömenden Regen

Doch der „Spieler des Tages” trug das grüne Indeland-Trikot. Der junge Belgier Jean Lauric, der in der vergangenen Woche trotz nachklingender Fußverletzung bei den „Poland Open” für Furore sorgte, kehrte erst in der Nacht von Samstag auf Sonntag aus Warschau zurück und reiste zirka vier Stunden durch strömenden Regen alleine nach Dortmund. Seine Leistung für Jülich war unter diesen Voraussetzungen fast sensationell, denn Lauric sorgte mit seinen vier Punkten für Indelands halbe Miete.

Mit einer erfolgreicheren Darbietung des unteren Paarkreuzes hätte Jülich sogar den zweiten Punkt aus Dortmund entführen können, doch hier bemühten sich Axel Fischer und Daniel Halcour vergebens.

Das Schlüsselspiel indes war wohl die Partie von Christian Strack gegen Robin Malessa: Strack verlor den ersten Satz in der Verlängerung, die nächsten beiden Durchgänge gewann der Jülicher, im vierten Satz hatte er beim 9:9 die dicke Chance, Indeland mit 4:2 in Führung zu bringen, während Lauric am Nachbartisch auf des Siegerstraße war. Gegen Dortmunds Asiaten Wencheng Qi fanden die TTC-Topspieler Szymanski und Walther diesmal keine Mittel. Doch erfreulich war die glänzende 3:1-Ausbeute aus den Doppeln.

„Es ist wichtig, dass wir die Tabellenspitze verteidigt haben. Ich gehe davon aus, dass wir gegen Siek in zwei Wochen noch mehr gefordert werden”, so Dimmig.
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert