TTC Indeland ist zurück im Titelrennen

Von: Jörg Sauer
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Pirat im oberen Paarkreuz: Lau
Pirat im oberen Paarkreuz: Lauric Jean avancierte mit zwei Einzelsiegen bei der Partie des TTC Indeland Jülich gegen den SV Siek zu einem der Matchwinner für die Herzogstädter. Foto: Kròl

Jülich. Der TTC Indeland Jülich hat sich am Sonntagabend eindrucksvoll im Titelrennen der zweiten Tischtennis-Bundesliga zurückgemeldet. Nach einem harten Stück Arbeit und dem daraus resultierenden 9:6-Heimsieg über den Mitbewerber SV Siek schoben sich die Jülicher auf den dritten Tabellenplatz vor und zogen nach Minuspunkten mit Bergneustadt und Berlin gleich.

„Vom Meistertitel oder der Herbstmeisterschaft will ich nichts wissen. Wir müssen weiter hart arbeiten und dürfen uns keine Sekunde ausruhen”, entschärfte TTC-Cheftrainer Johannes Dimmig. Doch die Fakten sprechen in dieser Saison erstmals für den TTC und Fakt ist, dass die Indeländer nach dem Sieg über die Holsteiner in einer glänzenden Ausgangsposition rangieren und aus eigener Kraft alle Saisonziele realisieren können. Für Erfolgsgarant Ricardo Walther, der am Sonntag einen rabenschwarzen Tag erwischte, sprang diesmal die ganze Mannschaft in die Bresche.

Insbesondere Jean Lauric, der im oberen Paarkreuz doppelt punktete, kompensierte diesmal den Ausfall seines sonst so erfolgreichen Teamkollegen. Dimmig erläuterte: „Er hatte einfach einen schlechten Tag, das passiert. Er ist immer noch verdammt jung, und sein Programm war in den letzten Wochen einfach sehr heftig. Ricardo wird dieses kleine Tief überstehen und seinen Weg gehen. Für mich war es allerdings sehr schön, wie das Team gekämpft hat und wie es sich aufgebäumt hat.”

Unverändertes Doppel siegt

Dass sich Dimmigs Team aufbäumen musste, lag allerdings wieder an dem miserablen Abschneiden im Doppel. Der Trainer kündigte vor dem Spiel massive Veränderung im Doppel an, doch von Erfolg gekrönt war lediglich das einzige unveränderte Doppel. Seit dem vierten Spieltag spielen Walther und Brosig gemeinsam und erfolgreich, so war es auch am Sonntag. Alle Experimente scheiterten. „Wenn wir jedes Spiel gewinnen, kann ich über unser Defizit in den Doppeln hinwegsehen. Ich habe Walther/Brosig nicht auseinandergerissen, weil wir eine Bank in den Doppeln brauchen”, erzählte Dimmig. Nach Walthers überraschender Niederlage gegen Deniz Aydin lag Jülich mit 1:3 hinten.

Doch wer zu diesem Zeitpunkt auf eine TTC-Pleite spekulierte, war am Ende falsch gewickelt. Jean, Brosig, Strack und Halcour brachten die Jülicher im Handumdrehen mit 5:3 in Führung. In dieser Phase bestachen die Indeländer durch Kampfgeist und mannschaftliche Geschlossenheit. Insbesondere die beiden Siege im mittleren Paarkreuz von Strack und Brosig gegen den Dänen-Doppelpack Asmussen und Hindersson waren ausschlaggebend für den späteren Erfolg der Mannschaft. Die beiden Einzel standen mehrfach auf der Kippe und gingen über die maximale Distanz; Brosig wehrte gegen Hindersson im vierten Satz Matchbälle ab und gewann mit Glück 16:14. Zu diesem Zeitpunkt deutete sich an, dass es in der Jülicher Nordhalle ein stimmungsvoller, langer Abend werden könnte. Um 22.15 Uhr, nach über 250 Minuten Spielzeit, machte Michael Servaty gegen Daniel Cords, im Duell der beiden Jüngsten, den Sack zu und brachte das 9:6 über die Ziellinie.
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