TTC Indeland holt in der Ferne drei Punkte

Von: js/vpu
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„Marathon-Mann“: Hermann Mühlbach bestritt in Siek und am Sonntag in Berlin insgesamt vier Spiele über die volle Distanz; drei gewann er. Foto: Kròl

Jülich/Siek. Das „Auswärtswochenende“ mit einem strammen Programm hat sich für den TTC Indeland Jülich ausgezahlt. Mit insgesamt drei Zählern kehrten die Herzogstädter aus der Ferne zurück, entführten aus Siek beim 8:8 einen Punkt und am Sonntagnachmittag mit dem 9:4 bei Hertha BSC Berlin zwei Punkte.

In der Hauptstadt war Hermann Mühlbach der Matchwinner. Er gewann alle möglichen Partien, wenn auch mit hohem Aufwand, denn nach dem 4-Satz-Sieg im Doppel an der Seite von Gianluca Walther war der smarte Spieler in beiden Einzeln jeweils erst im fünften Durchgang erfolgreich. Einen ausführlichen Bericht über das Berlin-Spiel lesen Sie in der morgigen Ausgabe.

Der Blick auf die Aufgabe am Samstag in Siek: Auch wenn der TTC Indeland dort bereits mit 8:6 führte, muss das Remis im hohen Norden absolut als Punktgewinn gewertet werden. Die Basis zur Punkteteilung lieferte ein taktisches Meisterstück des Jülicher Cheftrainers Johannes Dimmig, das erst den Weg zum 8:8 ebnete, aber am Ende auch den Weg zum Sieg versperrte.

Als am Samstagabend gegen 19.45 Uhr das Handy des Jülicher Trainers klingelte und Indeland-Manager Arnold Beginn sein Kompliment für die taktische Leistung aussprach, setzte dies das i-Tüpfelchen auf seine Zufriedenheit über den Punktgewinn. „Auch wenn vielleicht etwas mehr drin war, bin ich mit dem Remis absolut zufrieden. Aber ich muss auch feststellen, dass die Tür zwar halb geöffnet war, wir es aber versäumt haben durchzugehen.

Doch in erster Linie überwiegt die Freude über den Punktgewinn.“ Jülichs taktisches Rezept war, das vermeintlich schwächste Doppel Servaty/Adler an Position 1 zu nominieren und es somit quasi zu „opfern“, um den Weg für die beiden anderen Doppel zu räumen. Die Rechnung ging auf, und der TTC führte mit 2:1. Jean Lauric, der sich am Samstag mit drei Punkten in absoluter Galaform präsentierte, erhöhte gegen Deniz Aydin auf 3:1. Hermann Mühlbach hatte gegen Wang Yansheng sogar das 4:1 auf dem Schläger. Den ersten und dritten Satz gewann Mühlbach, im zweiten und vierten Durchgang vergeigte er jeweils einen 9:7-Vorsprung. Am Ende unterlag er knapp im Fünften.

Vom mittleren Paarkreuz, insbesondere vom sonst so überlegenen Dmytrc Pysar, hätten sich die TTC-Fans mehr erwartet. Pysar ging überraschend komplett leer aus und kassierte in Siek so viele Niederlagen wie im gesamten Saisonverlauf zuvor. Dimmig: „Er ist stark und wurde zurecht von vielen Kritikern gelobt. Doch es liegt an ihm, seine Leistungen zu bestätigen. Er wirkte sehr statisch und verkrampft. Er hat sich oft für die falschen Spielzüge entschieden und zu oft versucht, seine Rückhand einzusetzen.“

Von Gianluca Walther, der ebenfalls beide Einzel verlor, war im mittleren Paarkreuz nicht unbedingt mehr zu erwarten. Michael Servaty gab in Siek die richtigen Antworten auf die jüngst entfachten Diskussionen um seine Person: Er schlug Cords und Schulz in jeweils vier Sätzen. Anton Adler hatte, nachdem er unerwartet deutlich gegen Daniel Cords siegte, beim Stand von 8:7 für Jülich den Sieg auf dem Schläger; er vergab gegen Rafael Schulz jedoch diese große Chance. Nun war allen klar, dass Jülich nicht mehr gewinnen wird, denn die Taktik, die den Indeländern zu Beginn die Führung brachte, war im Schlussdoppel ein Nachteil, als Servaty/Adler gegen Sieks stärkstes Gespann Wang/Cords antreten mussten.

Dennoch traten die Herzogstädter frohen Mutes mit einem Punkt im Gepäck ihre Reise nach Berlin an. Die Zuversicht sollte sich bestätigen.

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