TTC Indeland hat die Meisterschaft selbst in der Hand

Von: Jörg Sauer
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Lauric Jean bewies vor allem im Spiel gegen Borussia Dortmund seine Klasse und führte sein Team zum Sieg. Foto: Kròl

Jülich. Mit der Zielsetzung von drei Punkten startete der TTC Indeland Jülich ins Marathonprogramm am vergangenen Wochenende. Mit dem Remis gegen den TTC OE Bad Homburg am Freitag in der heimischen Nordhalle und dem fulminanten 6:3-Erfolg am Sonntag bei Borussia Dortmund erfüllte der Tischtennis-Zweitligist seine Ambitionen im vollen Umfang und schaffte somit erstmals in dieser Saison den Sprung an die Tabellenspitze.

„Meine Mannschaft hat am Wochenende eine ausgezeichnete Moral bewiesen und toll gekämpft. Wir sind nun nicht nur Tabellenführer, sondern können auch aus eigener Kraft die Meisterschaft gewinnen“, freute sich TTC-Manager Arnold Beginn am Sonntagabend über die Leistung seines Teams.

Spitzenduell in Würselen

Aus eigener Kraft kann allerdings auch noch der alte Tabellenführer TSV Bad Königshofen die Meisterschaft gewinnen. Während der TTC seinen Vorsprung auf drei Punkte ausbaute, jedoch mit zwei absolvierten Spielen mehr auf dem Konto, legten die Unterfranken am Wochenende die Beine hoch. Am 11. März wird es in Würselen zum absoluten Spitzenspiel der beiden Ligagiganten kommen. „Ich blicke sehr positiv auf die Partie gegen Bad Königshofen. Wir werden in Würselen eine tolle Kulisse haben und können mit einem Heimsieg die Weichen Richtung Meisterschaft stellen. Aber zunächst liegt unser Fokus auf dem schweren Auswärtsspiel in 14 Tagen in Passau“, schaut Beginn in die Zukunft.

Jülichs veränderte Mannschaftsaufstellung ließ am Wochenende großes Potenzial vermuten. Lauric Jean hatte am Freitag zunächst gegen Nandor Ecseki etwas Sand im Getriebe, später schlug er den stärker eingeschätzten Kroaten Tomislav Pucar, der vor wenigen Tagen in der Europaliga sogar den ehemaligen Weltranglistenersten Vladimir Samsonov schlug.

In Dortmund punktete der Belgier dann in Manier eines echten Spitzenspielers doppelt und führte sein Team zum Sieg.

Martin Allegro, der im oberen Paarkreuz debütierte, lieferte ordentliche Leistungen, hatte gegen die Topleute allerdings einen schweren Stand. Gegen Ecseki gewann er am Freitag, als die Luft für Jülich sehr dünn wurde, einen wichtigen Punkt. Gegen den BVB scheiterte er jeweils knapp im fünften Satz. Bence Majoros zog im letzten Augenblick den Kopf aus der Schlinge und der frischgebackenen Westdeutsche Meister Erik Bottroff münzte gegen die jungen Jülicher noch ein 2:8 in ein 12:10 um. Nachher sprach Allegro von seiner besten Saisonleistung und sagte, dass er weiter akribisch an seinem Spiel feilen möchte. Nur gut, dass Arnold Beginn den talentierten Belgier bis zum 30. Juni 2018 an den TTC binden konnte.

Hermann Mühlbachs 3:2 über den erfahrenen Russen Evgeny Fadeev lässt sich unter der Kategorie Pflichtsieg verbuchen. Ebenso sind die beiden Siege von Yoshihiro Ozawa gegen Fadeev und Fadeevs Sprössling Kirill, der für den fehlenden Adam Szudi in den BVB-Kader rutschte, als absolutes „Muss“ einzuschätzen. Aber einen derartigen Pflichtsieg erwarteten am Freitag auch die Jülicher Fans gegen den zugegeben stark aufspielenden Niederländer Laurens Tromer vom Japaner.

Ozawa verkrampfte und vergab auf der Zielgraden den Jülicher Sieg. Der enttäuschte Asiate erzählte: „Ich konnte mich nicht auf das Match fokussieren. Ich habe immer wieder die Spannung verloren und ihn mit leichten Fehlern aufgebaut. Aber ich muss das Spiel abhaken. Meine Mannschaft gibt mir genug Rückhalt um gegen Dortmund eine Topleistung abzurufen.“ Gesagt, getan: In Dortmund blieb seine Weste bei 9:0 Sätzen und 3:0 Punkten blütenweiß.

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