Jülich - TTC Indeland gewinnt das Spitzenspiel

TTC Indeland gewinnt das Spitzenspiel

Von: Jörg Sauer
Letzte Aktualisierung:
9811157.jpg
Im Einzel mit Schwankungen, im Doppel dann wichtige Punkte eingefahren: Jülichs Yoshihiro Ozawa. Foto: Król

Jülich. Mit dem 6:4-Heimsieg über der Zweitligaprimus ASV Grünwettersbach schaffte der TTC Indeland die Grundvoraussetzung, um doch noch am Ende der Saison den Platz an der Sonne zu ergattern und die Meisterschaft der 2. Tischtennis-Bundesliga zu feiern.

Die Jülicher rangieren nun, zwei Spieltage vor dem Saisonende, punktgleich mit dem bezwungenen Gegner auf Position zwei.

„Solange wir die Chance auf die Meisterschaft haben, wollen wir sie auch nutzen! Heute haben wir einen großen Schritt in diese Richtung gemacht“, strahlte der zufriedene TTC-Cheftrainer Miroslav Broda am Samstagabend. Auch Hermann Mühlbach, der diesmal nur im Doppel an der Seite von Yoshihiro Ozawa glänzte, erzählte: „Auch wenn ich beide Spiele verloren habe, bin ich sehr zufrieden. Wir haben gewonnen und das war sehr wichtig. Heute bin ich ausgefallen und das Team ist in die Bresche gesprungen. Es gibt mir ein gutes Gefühl, dass wir uns aufeinander verlassen können.“

In der Tat: Als es um die Wurst ging, hat die Mannschaft funktioniert. Der kleine aber fast verhängnisvolle Durchhänger in der Spielmitte lässt sich eher unter der Rubrik „kleiner Betriebsunfall“ verbuchen. Die schnelle, deutliche Führung hatte leichte Konzentrationsschwächen zur Folge. Diese sorgte für den kurzfristigen Spannungsabbau, der schließlich bei den engen Ballwechseln zu einigen Punktverlusten führte. Hermann Mühlbachs verpasster Sieg gegen Alvaro Robles ist bestes Beispiel dafür.

Mühlbach bot spielerisch und kämpferisch über weite Strecken eine ordentliche Leistung, die für den verdienten 7:4-Vorsprung im fünften Satz sorgte. Etwa zur gleichen Zeit markierte Lauric Jean am Nachbartisch gegen Samuel Walker das 3:0 für Jülich. Mühlbach vergab nun Chance um Chance, verlor den Faden und schließlich auch die Partie gegen den spanischen Nationalspieler. „Ich habe ein bisschen die Konzentration verloren und fing an, mit dem Spiel zu hadern“, bestätigte Mühlbach.

Der Spannungsabbau machte sich danach noch viel stärker bei Yoshihiro Ozawa bemerkbar. Der ansonsten quirlige Japaner wirkte statisch und war nicht in der Lage, sich taktisch auf das Spiel des erfahrenen Norwegers Erlandsen einzustellen. Er konnte sich nicht entscheidend absetzten und wurde schließlich von einer undurchsichtigen Handlung des Schiedsrichters in der Schlussphase der Partie aus dem Konzept gebracht.

Ozawa erklärte sein Dilemma später mit einem defekten Ball, den der Schiedsrichter nicht rechtzeitig austauschen wollte. Sein Teamkollege Jean Lauric erzählte: „Da hat man einfach gemerkt, dass Erlandsen ein sehr abgebrühter Spieler ist, der gerade in brenzligen Spielsituationen von seiner Erfahrung profitiert.“

Doch in den entscheidenden Momenten war der TTC hellwach. Lauric Jean zog beim 0:1-Rückstand gegen Robles den Kopf aus der Schlinge, spielte sich bärenstark zum Triumph und öffnete damit das Tor zum Gesamtsieg. Ozawa und Oostwouder nutzten dann unter Hochspannung und äußerst konzentriert ihre Chancen.

Insbesondere der Niederländer, dem noch zu Beginn der Saison in ähnlichen Situationen das Herz in die Hose rutschte, erzählte: „Früher bin ich unter dem Druck zerbrochen, heute brauche ich den Druck, um Topleistungen abrufen zu können. Das ist die beste Entwicklung in dieser Saison.“

Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert