TTC Indeland: Der erste Erfolg ist enorm wichtig für Indeländer

Von: Jörg Sauer
Letzte Aktualisierung:
Abwehrspezialist Anton Adler b
Abwehrspezialist Anton Adler bestätigte das in ihn gesetzte Vertrauen mit zwei Einzelsiegen beim 9:7-Heimerfolg gegen Hertha BSC Berlin. Foto: Kròl

Jülich. „Spiele niemals unter vier Stunden” - getreu diesem Motto scheint der TTC Indeland Jülich seine Saison ausgerichtet zu haben. Der phasenweise recht zähe Kampf gegen die „alte Dame” Hertha dauerte erneut über 250 Minuten, doch nach dem knappen 9:7-Erfolg über das Schlusslicht aus Berlin verließ der TTC mit einem blauen Auge, aber glücklich, die heimische Nordhalle.

„Wir mussten gewinnen und mir ist es jetzt vollkommen egal, wie der Sieg zu Stande gekommen ist”, kommentierte TTC-Cheftrainer Johannes Dimmig erleichtert. Allzu genau sollte man auch als langjähriger TTC-Fan nicht hinschauen. Der Sieg hatte viel Licht, aber auch viel Schatten zu bieten. Nach einigem Taktieren im Verborgenen hatte Dimmig zwei richtige Entscheidungen getroffen: Er entschied sich mit Keen/Lauric für ein sehr starkes neues Spitzendoppel, das mit zwei Siegen am Ende sogar den Ausschlag zum Erfolg gab.

Ferner gab der Coach Anton Adler den Vorzug vor Gianluca Walther. Der Abwehrspezialist bedankte sich mit zwei Einzelsiegen. Licht war in jedem Fall auch die Leistung von Jean Lauric. Der junge Belgier punktete vierfach, das heißt mehr Punkte kann ein Spieler in der 2. Tischtennis-Bundesliga in einer Partie nicht erreichen. Chapeau! „Ich bin sehr zufrieden. Momentan bin ich einfach gut drauf und kann meine Leistung auf den Punkt abrufen”, erzählte Lauric.

Unangenehmer Gegner

Auch wenn der bis dato ungeschlagene Dymtrc Pysar sein erstes Einzel gegen Andy Römhild verlor, gebührt auch dem ­Ukrainer große Anerkennung. Sein Trainer analysierte: „Es ist so ungenehm gegen diesen erfahrenen Andy Römhild zu spielen, wenn man ihn nicht kennt. Es beschäftigt seine Gegner permanent mit seiner starken Vorhand und blockt absolut gefährlich mit seiner Rückhand. Man muss einmal gegen ihn spielen um sein Spiel zu verstehen. Beim Rückspiel wird Dymtrc gewinnen!”

Jülichs Schatten trägt einen Namen: „Oberes Paarkreuz”. Niemals zuvor starteten Jülichs beste Spieler schlechter als in dieser Saison. Die mittlerweile unterirdische Bilanz von 0:12 entlockte Dimmig den Kommentar: „Das war ja mal wieder gar nichts! Keen und Mühbach müssen endlich ihre Chancen nutzen.”

Keen selbst, der zum zweiten Mal Matchbälle vergab, erläuterte: „Das war tragisch! Ich habe zwar wieder mit Training angefangen, doch in meiner niederländischen Trainingsgruppe habe ich leider nicht so starke Gegner, so dass ich mich an das Niveau gewöhnen kann. Ich weiß, dass der Druck aus der Mitte wächst.”

Auch Jülichs sympathische Neuverpflichtung Hermann Mühlbach wartet weiter auf seinen ersten Sieg. Er verspielt oft Führungen, verliert die knappen Sätzen und wirkt momentan in den entscheidenden Situationen gar etwas überfordert. Michael Servaty, der immerhin gegen Berlins Nummer 6 einen 3:1-Pflichtsieg feierte, befindet sich ebenso zurzeit nicht in Topform. Dimmig: „Hauptsache gewonnen! Wir werden den Sieg feiern und haben nun drei Wochen Zeit, um uns auf das nächste Heimspiel gegen Velbert vorzubereiten.”
Leserkommentare

Leserkommentare (0)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert