Jülich - TTC Indeland bricht unter dem Druck zu siegen ein

TTC Indeland bricht unter dem Druck zu siegen ein

Von: Jörg Sauer
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Da nützten auch die Korrekturen von Indeland-Coach Miro Broda (l.) nichts. Das sonst so sichere Doppel Yoshihiro Ozawa und Hermann Mühlbach ging an diesem rabenschwarzen Tag leer aus. Foto: Kròl

Jülich. Es gibt Tage, die sollte man aus dem Kalender streichen. Der TTC Indeland Jülich wird den 9. November 2014 mit einem dicken schwarzen Stift in seinem Jahrbuch unkenntlich machen. Restlos alles lief an diesem rabenschwarzen Tag gegen den TTC, und am Ende stand eine blamable 0:6-Heimniederlage gegen die designierten Underdogs von Ruhrstadt Herne zu Buche.

Eigentlich waren die Indeländer deutlich favorisiert, selbst Hermann Mühlbach, der vor dem Spiel auf einen 6:2-Sieg seines Teams tippte, stellte fest: „Ein 6:0 für uns wäre wahrscheinlicher gewesen als diese 0:6-Packung. Dass mal ein Spieler einen schlechten Tag erwischt, passiert. Aber dass die ganze Mannschaft unter einem Blackout leidet, habe ich in dieser Form noch nicht erlebt.“

In der Tat: Der TTC hatte in niemals zuvor gesehener Art und Weise Sand im Getriebe. Die Misere begann in den Doppeln. Hermann Mühlbach und Yoshihiro Ozawa hatten gegen McBeath/Källberg keine Chance. Lauric Jean und Ewout Oostwouder führten schnell mit 2:0 um dann, auch ein wenig unglücklich agierend, die Bindung zum Spiel zu verlieren. Das 0:2 stimmte die ersten TTC-Fans skeptisch.

Jülichs Cheftrainer Miroslav Broda erklärte: „Das 0:2 hat uns natürlich ein bisschen den Wind aus den Segeln genommen. Dann hat sich jeder Spieler dem Druck ausgesetzt sein Match gewinnen zu müssen. Deswegen sind sie verkrampft, weil es für sie ja auch eine neue Situation war, denn bislang führte wir immer und sind mit breiter Brust in die Einzel gegangen.“

Der favorisierte Jean fand gegen den bulgarischen Nationalspieler Petko Grabovski nie in die Spur. Der Belgier haderte mit den Aufschlägen seines Gegners und giftete seinen ehemaligen Mannschaftskameraden an. Nach seiner 1:3-Niederlage verwehrte Jean ihm gar den Handschlag. Der Jülicher erzählte: „Er hat verbotener Aufschläge gemacht. Als ich dies beim Schiedsrichter monierte, blieb es ungeahndet und er verdeckte sie noch mehr. Dann hat er mich mit seine dummen Kommentare aus der Ruhe gebracht. Aber unsere Rivalität stammt von alten Geschichten aus meiner Zeit in Herne.“

Auch Hermann Mühlbach, der immer gerne gegen Dragan Subotic spielte, hemmte die ungewohnten Drucksituation. Er kämpfte sich zwar nach einem 0:2-Rückstand zurück ins Match, doch im fünften Satz fehlte ihm die Ruhe, die gegen den gut aufspielenden Subotic nötig gewesen wäre.

Im unteren Paarkreuz war die Luft sowieso schon dünner. Yoshihiro Ozawa stand dem schwedischen Megatalent Anton Källberg gegenüber. In diesem lang erwarteten Duell wollte ihm Ozawa die erste Saisonniederlage beibringen. Aber der sonst so souveräne Ozawa verlor gegen den „neuen Waldner“ mit 0:3. Der Schwede spielte in den ersten beiden Sätzen gegen den guten Ozawa Bälle auf absolutem Weltklasseniveau, immer wieder schlug seine starke Vorhand beim Japaner ein.

Ewout Oostwouders Niederlage gegen den Engländer McBeath rundete schließlich das miserable Resultat des TTC Indeland zum 0:6-Kahlschlag ab.

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