TTC Indeland beweist beim 6:1 seine Auswärtsstärke

Von: Jörg Sauer
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Beeindruckender Auftritt: Thomas Keinath vom gastgebenden TTC Ober-Erlenbach lobte Hermann Mühlbach in den höchsten Tönen: „Ich habe ihn noch nie so stark gesehen.“ Foto: Kròl

Jülich. Mit der nötigen Erfahrung und seiner grandiosen Spielstärke gewann der TTC Indeland Jülich am Samstagabend mit 6:1 beim TTC Ober-Erlenbach und sicherte sich somit auch rechnerisch die Qualifikation für die neue eingleisige 2. Tischtennis-Bundesliga.

TTC-Cheftrainer Johannes Dimmig reagierte jedoch gelassen auf die frühzeitige Realisierung des Saisonziels: „Ich habe schon seit Beginn der Rückrunde nicht mehr die Punkte gezählt. Für mich war klar, dass wir die Qualifikation locker schaffen. Ich freue mich vielmehr über die tolle Leistung meiner Mannschaft!“

Vor ausverkauftem Haus

Auch wenn die Indeländer als Favorit ins Match gingen, ist die Höhe und die Art und Weise des Triumphes aller Ehren wert.

Die Gastgeber gingen in der ausverkauften Wingertsporthalle in Bad Homburg mit 1:0 in Führung. Erlenbachs Spitzenspieler Thomas Keinath, dem viele Experten gegen Jülich drei Punkte zugetraut hatten, führte seinen Teamkollegen Jens Schabacker im Doppel gegen Mühlbach/Ozawa zum 3:0-Satzerfolg für die Heimmannschaft.

Danach kauften die Herzogstädter dem jungen, aufstrebenden Team aus Hessen jedoch den Schneid ab. Als der bärenstarke Hermann Mühlbach Erlenbachs Spitzenspieler im Eröffnungseinzel mit 3:2 schlug, war bereits klar, dass die Indeländer als Sieger vom Tisch gehen werden. Nach vier hart umkämpften Sätzen, erspielte sich Mühlbach im finalen Satz fünf Matchbälle. Beim Stand von 10:6 kam die Nervösität, er vergab drei, um den vierten schließlich eindrucksvoll zu verwandeln.

Mühlbach erzählte hinterher: „Wenn man mir vor der Saison gesagt hätte, dass ich sieben von acht Spielen gegen die besten Spieler der zweiten Liga gewinne, hätte ich das für einen schlechten Witz gehalten. Diese Gedanken sind mir schon bei den Matchbällen gegen Keinath durch den Kopf geschossen, und nun bin ich froh, dass ich gewonnen habe.“

5:1-Führung zur Pause

Nur drei Punkte von Keinath hätten Jülich in Bedrängnis bringen können. Das junge Team hinter Keinath ist zwar für Überraschungen gut, aber noch nicht für vier oder gar fünf Punkte gegen die starken Indeländer. Hunor Szöcs, Jülichs Spitzenspieler, erhöhte mit einem glatten 3:0 über Julian Mohr auf 3:1.

Der angeschlagener Dmytro Pysar zeigte danach gegen Schabacker, dass er auch wieder enge Spiele für sich entscheiden kann. Yoshihiro Ozawa gewann glatt gegen Dominik Scheja und bescherte den Jülichern das 5:1 zur Pause. Szöcs schlug dann auch noch Keinath, der im fünften Satz nichts mehr zuzusetzen hatte, mit 11:3 und besiegelte den deutlichen Auswärtserfolg der Gäste.

Der ehemalige Jülicher Thomas Keinath verteilte nach dem Spiel Komplimente an seinen Ex-Verein: „Das war eine wahnsinnig gute Leistung der Jülicher. Insbesondere von Hermann Mühlbach war ich überrascht, ich habe ihn noch nie so stark gesehen. Wenn Jülich über die gesamte Saison komplett gespielt hätte, wären sie mit Sicherheit jetzt Tabellenführer.“

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