TTC Indeland: Auch die zweite Pleite ist kein Beinbruch

Von: Jörg Sauer
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TTC-Eigengewächs Marc Preuss kam im Doppel an der Seite von Pysar zum Einsatz
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Yoshihiro Ozawa und Hermann Muehlbach (links): Der Japaner holte gegen Meisterschaftsfavorit Bergneustadt den einzigen Einzelsieg, Mühlbach stand dicht davor. Foto: Kròl

Jülich. Auch wenn momentan die nackten Zahlen eine andere Sprache sprechen, redet TTC-Manager Arnold Beginn seine Mannschaft stark. „Wir werden am Ende der Saison unter den Topteams der Liga rangieren.“ Nach der 1:6-Heimpleite gegen Bergneustadt finden sich die Indeländer in der 2. Tischtennis-Bundesliga mit 0 Punkten auf einem Abstiegsplatz wieder.

Aber die Jülicher haben in der Tat keinen Grund, den Kopf in den Sand zu stecken; sie verkauften sich, wohlgemerkt ohne ihren Spitzenspieler Janos Szöcs, gegen das favorisierte Team von Schwalbe Bergneustadt teurer als erwartet. Insbesondere die Leistung des jungen Japaners Yoshihiro Ozawa stach aus Jülicher Sicht positiv heraus. Der Asiate bescherte dem TTC mit seinem tollen 3:0-Erfolg gegen Roman Rosenberg den einzigen Zähler, dabei zeigte er attraktives Tischtennis und ließ durch seinen Einsatz die Emotionen kurzzeitig kochen.

Viele Kritiker verglichen Ozawas Ergeiz bereits mit den TTC-Helden der 1980er und 90er Jahren. Selbst Beginn nahm Namen wie Engelbert Hüging, Milan Orlowski oder Wang Hao in den Mund, als er über den jungen Japaner sprach. Auch Hermann Mühlbach zeigte sich am Freitagabend in der Jülicher Nordhalle phasenweise von seiner Schokoladenseite.

Mühlbach brachte Bergneustadts Nummer 1 Tomislav Kojic, den er sogar jüngst im Pokal schlug, an den Rand einer Niederlage. Kojic zog erst auf der Zielgeraden im fünften Satz an Mühlbach vorbei. Leider war damit auch gleichzeitig das 0:4 besiegelt und die Niederlage war praktisch nicht mehr abzuwenden, weil Jülichs Nachwuchsspieler Lukas Kneier, der für Szöcs ins Team rutschte, in seinen beiden noch ausstehenden Spielen gegen Dyjas und Rosenberg auf vermeintlich aussichtlosen Posten stehen sollte.

Mühlbachs zweites Spiel kam somit leider nicht mehr in die Wertung. Der Jülicher schlug vollkommen überraschend den momentan so großartig auftrumpfenden Benedikt Duda mit 3:0. Dmytrc Pysar verlor zeitgleich am Nachbartisch gegen Tomislav Kojic mit 1:3; das war Jülichs sechste Niederlage an diesem Abend und bedeutete das vorzeitige Spielende. „Ohne Szöcs mussten wir von vorneherein praktisch einem 0:3-Rückstand hinterherlaufen.

Somit war uns allen klar, dass wir gegen Bergneustadt keine Chance haben. Die Bergneustädter können ohnehin von ihrem Leistungsvermögen locker in der ersten Bundesliga mithalten. Sie haben eine tolle Mannschaft, und gerade deswegen muss ich meiner Mannschaft ein Kompliment aussprechen.

Sie waren über weite Strecken ein gleichwertiger Gegner, die Niederlage ist etwas zu hoch ausgefallen. Ich glaube, dass wir in der Hinrunde nun kein Spiel mehr verlieren werden“, sagte Arnold Beginn. Jülichs nächstes Spiel findet am 29. September beim TuS Xanten statt.

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