Trockenlegung der Zitadellen-Mauer dauert fünf Jahre

Von: -vpu-
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Die Außenmauern des Zitadellen-Schlosskellers müssen vor Feuchtigkeit geschützt werden. Das kann noch bis 2019 dauern. Foto: Jansen

Jülich. Als die alten, hohen, aber leider auch morschen Winterlinden im Innenhof der Zitadelle gefällt wurden, bot sich den Historikern eine große Chance. Im Zuge der Arbeiten sollten im Frühjahr 2014 auch die Außenmauern des Schlosskellers freigelegt und saniert werden, durch die Feuchtigkeit nach innen gelangt.

Im Vorfeld durften Archäologen in die Tiefe blicken, was sich als Fenster in die Vergangenheit herausstellte – mit vielen überraschenden Funden. Dazu wird weiter noch ausreichend Gelegenheit bestehen, denn nach Angaben der Bezirksregierung Köln ist mit einem Ende der Baumaßnahmen „nicht vor 2019“ zu rechnen. Bedeutet: Das Trockenlegen der Kellermauern wird insgesamt fünf Jahre beanspruchen.

Darüber wurde nun der Schulausschuss von der zuständigen Mitarbeiterin der Bezirksregierung informiert – indirekt. Weil die Expertin nicht vor Ort im Neuen Rathaus sein konnte, um auch Fragen zu beantworten, verlas Dezernentin Katarina Esser ihr Schreiben.

Personal und Geld fehlen

„Vor Beendigung der Ausgrabungen kann mit der eigentlichen Baumaßnahme nicht begonnen werden. Um den Unterricht nicht zu stören, werden für die Ausgrabungen bisher nur die Ferienzeiten genutzt“, heißt es in der Mitteilung. Zudem fehle Personal des Bau- und Liegenschaftsbetriebes (BLB) NRW, der seine Leute für die Herrichtung von Flüchtlingsunterkünften einsetzen müsse.

Außerdem überweise das Bauministerium aus Düsseldorf „erst in 2017 die erste Rate für die eigentliche Baumaßnahme“. Immerhin: Ab dem zweiten Quartal dieses Jahres sollen Fachleute des BLB zur Verfügung stehen, die dann die Trockenlegung vorbereiten.

Wenn das Erdreich vollständig entfernt worden ist, werdee laut Mitteilung aus Köln eine Mauer samt Deckel in die Baugrube gesetzt. Der so entstehende Hohlkörper soll dann mit einem gesteuerten Luftstrom für die Trocknung der Mauern sorgen und sie trocken halten.

Die Bezirksregierung hat angekündigt, im Sommer mit Vertretern des Gymnasiums und des Museums über die spätere Gestaltung des Innenhofs zu sprechen. Konkrete Pläne gebe es noch nicht.

Bei den Ausgrabungen bisher gab es bekanntlich zahlreiche Funde und Ergebnisse. Dazu zählen unter anderem die Pflasterung des Hofes, eine Zisterne, ein Abwasserkanal, eine Schotterstraße und ein Fundament aus der Zeit vor der Errichtung der Jülicher Festung.


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