Tribute-Band „Raes“ sorgt für wuchtige Klangkulisse und sanfte Töne

Von: bro
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Die sechsköpfigen Formation „Raes“ ist in ihrem Element und lässt mit Songs von Coldplay und Rea Garvey die Wände der Rurdorfer Schützenhalle erzittern. Foto: Broderius

Rurdorf. Ob Rea Garvey, Reamonn, Peter Gabriel oder Coldplay: „Raes“ werden allen gerecht und holen die bekannten Künstler beeindruckend originalgetreu und mit wuchtiger Klangkulisse in die Schützenhalle Rurdorf: Der Ort, in dem die mittlerweile deutschlandweit erfolgreiche Tribute-Band ihre Bandkarriere gestartet hat.

Damals wie heute organisiert von dem Verein Rurdorf-Special. Den Opener macht die Newcomer-Band „Soach“, die bei ihrem zweiten öffentlichen Auftritt viel Beifall erntete.

„Wir wollen mit unseren Konzerten auch Newcomern die Chance geben, vor einem etwas größeren Publikum zu spielen“, sagt Pascal Kratz, 1. Vorsitzender des Vereins Rurdorf-Special. So auch auf dem 9. Konzert: „Soach“ eröffnet die Veranstaltung mit einem Repertoire unter anderem mit „Message In A Bottle“ von The Police bis zu Metallicas „Nothing Else Matters“.

Die fünf jungen Musiker Lars Schmitz (Gitarre), Joshua Gebhart (Gitarre), Melina Hofmann (Gesang), Yanik Buhle (Schlagzeug) und Mika Leßmann (Bass) sind zwischen 16 und 19 Jahre alt und covern vor allem Hardrock in allen Variationen bis hin zu Metal – mit Erfolg: „Die sind richtig gut“, sind sich Schriftführer Otto Jonel und der 2. Vorsitzende Steffen Peters einig.

Hauptband „Raes“ zeigte im Anschluss, was aus einer ehemaligen Newcomer-Band und etlichen Jahren Erfahrung werden kann: Sechs Profis, die sich blind verstehen und ihre Songs so verinnerlicht haben, dass sie sicher und gelassen die Wände zum Beben bringen.

Walter Knipprath (Gitarre/Gesang), Christian Häseler (Keyboard/Gesang), Jörg Römgens (Gesang), der in Rurdorf seinen letzten Auftritt feierte, Anna Häseler (Percussion/Gesang), Christoph Pammé (Schlagzeug) und Jana Smolorz (Bass) fallen – kaum auf der Bühne – in ihre eigene Welt: Die Musiker spielen nicht mehr auf den Instrumenten, sondern die Instrumente aus den Musikern heraus. Wie Zahnräder wirken sie zusammen und gehen als eingespieltes Team mit Leidenschaft an die Sache heran.

Bis die Technik nicht mehr mitkommt: „Heute ist der Tag der Pannen“, kommentiert Frontsänger Jörg Römgens das zweite technische Problem: Erst hat Bassistin Jana Smolorz den falschen Song im Ohr, dann fällt der Strom auf einer Bühnenhälfte aus. Doch gerade diese Pannen sind es, die eine Band auf die Probe stellen – im Fall „Raes“ ist das Fazit klar: Hoch professionell reagieren sie mit Humor und überbrücken gekonnt, bis der technische Fehler behoben ist.

Im Verlauf des Abends begeistert Walter Knipprath vor allem mit einem gefühlvollen Solo auf der akustischen Gitarre. Anna Häseler und Jana Smolorz bringen stimmliche Abwechslung mit je einem Duett mit Jörg Römgens.

Spezialisiert hat sich die Band mit ihrer Gründung 2005 auf die bekannten Songs der irisch/deutschen Formation „Reamonn“ und des Frontmanns Rea Garvey. Als Tribute-Band ist es ihr Ziel, diese Songs so originalgetreu wie möglich nachzuspielen – was ihnen offensichtlich gelingt: Nicht nur den Charakter der Lieder treffen sie auf den Punkt, sondern haben auch das Glück, dass Jörg Römgens‘ Stimmfarbe Rea Garveys ähnelt. Neben Reamonn und Rea Garvey spielt „Raes“ aber auch Songs verschiedener bekannter Bands und Künstler der nördlichen Hemisphäre, wie beispielsweise an diesem Abend Coldplay und Peter Gabriel.

Der Verein Rurdorf-Special kommt mit dieser Veranstaltung aus einer zweijährigen Pause wieder. Offiziell gegründet 2009 von Linnichern und Rurdorfern hat er es sich zum Ziel gemacht, Konzerte mit Live-Musik zu veranstalten und dadurch das kulturelle Angebot der Region zu vergrößern. Möglichst zweimal im Jahr werden Tribute-Bands präsentiert, die ihre Vorbilder möglichst originalgetreu nachspielen. Erzeugt werden soll bei den Zuhörern dabei ein Gefühl, das sie vergessen lässt, dass es sich nicht um die Originalband handelt.

Neben den Konzerten hat der Verein auch Bobbycar-Rennen, Filmabende, Tanzabende sowie einen Band-Contest organisiert, bei dem sich junge Bands aus der Region messen konnten. Daneben unterstützen sie auch junge Musiker bei ihren Auftritten in Linnich und Umgebung mit ihrer Ton- und Lichttechnik.

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