Treue Fangemeinde sorgt bei „La Marche“ für ein volles Haus

Von: Kr.
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Mächtig mischte La Marche das Publikum im Jülicher Kulturbahnhof auf.

Jülich. Ihr Pressetext liest sich wie ein Roman. Darin ist von einem Familienoberhaupt La Marche die Rede, dass angeblich 1921 in einem Wohnwagen in Paris geboren wurde und sich bereits in jungen Jahren entschloss, Zigeunermusiker zu werden.

Kurz entschlossen sammelte er weitere Familienmitglieder um sich, adoptierte weitere Musikerkinder und La Marche war geboren. Dies alles ist reine Fantasie. Die Wahrheit ist wesentlich simpler. 2002 fanden Thomas Ehrenberg (E-Gitarre, Gesang), Andreas Aigner (Akkordeon), Torsten Schlauß (Schlagzeug), Marten Köhne (Piano Vibraphone), Lea Winkler (Posaune, Gesang) und Thomas Strauch (Bass, Gesang) zusammen, gründeten in Frankfurt an der Oder „La Marche“ und machten sich auf, mit ihrer Musik die Welt zu erobern.

Immer weiter schlugen sie ihre Kreise und kamen nun schon zum dritten Mal auf Einladung des Jülicher Jazzclubs an die Rur. Hier erwartete sie dann im Jülicher Kulturbahnhof nicht nur ein volles Haus, sondern auch eine treue Fangemeinde. Ansatzlos legten sie los, denn ihre Musik geht nicht nur in den Kopf und ins Herz, sie geht auch in die Beine.

Dieses Sextett wurde von seinem Schöpfer nicht nur mit einer gehörigen Portion Kreativität, Musikalität und Spielfreude ausgestattet, sondern auch mit jeder Menge Humor. Und so kreierten sie schon bald einen ganz neuen Stil, den Zickenumpa. Und was ist nun dieser Zickenumpa. Er enthält Balkanbeat ebenso wie Ska, Funk, Rock, Klezmer und Reggae. „Einfacher ist es zu sagen, was nicht drin ist, nämlich Metal, Pop, Schlager und Klassik“, erklärt Andreas Aigner. Doch die eine oder andere Anleihe nahmen sie dort auch, beim Arrangieren ihrer Lieder.

Es sind zum Großteil eigene Stücke, die sie auf der Bühne präsentieren, fetzig und frisch kommen sie daher und auch ihre Texte spiegeln dies wieder. So begannen sie auch ihr Konzert in Jülich mit ihrem Einsteiger „Abgefüllt“ und danach war alles klar. Publikum und Musiker waren auf Betriebstemperatur und zwei Stunden lang ging die Post ab mit Stücken wie „Horst der Tanzbär“, „Fräulein Palinka“ und vielen anderen. Eines der wenigen gecoverten Stücke ist übrigens „Disco partisani“ von „Shantel“, auf dass sie nur selten verzichten.

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