Jülich - Trainer Kaiser tritt nach 3:4 im Derby zurück

Trainer Kaiser tritt nach 3:4 im Derby zurück

Von: hfs.
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Aus einem Triumvirat zu Beginn der Saison wird nach dem Rücktritt von Marcel Kaiser (r.) ein Duo: Herbert Smolarski und Chris Wirtz (l.) werden Salingia Barmen interimsmäßig betreuen. Foto: hfs.

Jülich. Gut 24 Stunden, nachdem die Salingia aus Barmen das Heimspiel gegen den FC Rurdorf mit 3:4 verloren hatte, zog Trainer Marcel Kaiser die Konsequenzen aus der Niederlage: Er stellte mit sofortiger Wirkung seinen Posten zur Verfügung.

Damit erlebt die Kreisliga A bereits den zweiten Rücktritt eines Trainers, denn in der Vorwoche war es Sascha Bohnen, der bei Wenau II aufgab.

„Nach reiflicher Überlegung und im Einvernehmen mit der Vereinsführung bin ich am Sonntagnachmittag vom Traineramt zurückgetreten. Für mich persönlich war dies ein schwieriger Schritt, da ich dem Verein sehr verbunden war und bin“, sagte Marcel Kaiser, der natürlich durch die Niederlage zusätzlich frustriert war.

Dennoch sei die nicht ursächlich für den Rücktritt gewesen. Kaisers Selbsterkenntnis: „Letztendlich ist es mir nicht gelungen, die vielen Ausfälle im ohnehin kleinen Kader zu kompensieren und positivere Ergebnisse zu erzielen.“

Festgehalten werden muss, dass die Salingia in der Rückrunde der Vorsaison lediglich drei magere Pünktchen einfuhr. Der Abstieg wurde nur dadurch vereitelt, dass Mannschaften wie Bourheim, Binsfeld und Arnoldsweiler II zurückzogen.

Dennoch zieht Kaiser auch ein positives Fazit seines Wirkens. „In den dreieinhalb Jahren meiner Trainertätigkeit buche ich den regelmäßigen Verbleib in der Kreisliga A bei stetigem Personalverlust als einen Erfolg ein“, sagt er. Und fügt an, „dass ich auch konstatieren muss, dass die Mannschaft nun einen frischen Impuls braucht.“ Den soll auch der Rücktritt bewirken.

Obwohl die Trainingsbeteiligung in letzter Zeit sehr mäßig gewesen sei, glaubt der Trainer, eine „fitte und homogene Truppe zu übergeben, der ich wünsche, den Teamspirit am Spieltag wieder mehr in den Vordergrund und vielleicht sich persönlich mehr in den Hintergrund zu stellen“.

Zusammengefasst macht Marcel Kaiser deutlich, dass ihm die Arbeit mit der Mannschaft und in diesem Verein sehr viel Freude bereitet habe. Er hofft, dass schnell ein Umschwung erzielt werden kann und der letzte Tabellenplatz nicht von langer Dauer sein wird. Interimsmäßig, so heißt es, werden Herbert Smolarski und Chris Wirtz die Salingia vorläufig trainieren.

Was die Partie gegen den FC Rurdorf betrifft, spielte der Gastgeber im ersten Durchgang ohne jegliche Einstellung, ließ Zweikampfverhalten ebenso vermissen wie Kampfgeist. „Dies war schon eine Unverschämtheit“, stellte Kaiser fest, hielt dementsprechend auch eine Ansprache zur Pause. die Wirkung zeigte, denn wie umgewandelt kam Barmen aus der Kabine.

„Und stellte uns dann vor große Probleme, obwohl wir ab der 85. Spielminute mit 4:2 führten“, konstatierte Rurdorfs Trainer Werner Schönen. Dem war es unerklärlich, warum seine Abwehrreihe mit so einem Vorsprung im Rücken so hektische agierte und das Anschlusstor zum 3:4 zuließ. Zudem hatte der Gast noch Glück, dass Karsten Goeres Gewaltschuss in der 90. Minute gegen den Querbalken krachte.

„Ich hatte das Gefühl, das Spiel kippt noch. Aber ich muss auch sagen, dass wir es uns selbst schwer gemacht haben, weil wir die guten Chancen in der ersten Hälfte nicht genutzt haben“, schloss Übungsleiter Werner Schönen mit seiner Analyse.

Für den FC 06 geht es am Sonntag zu Hause gegen den TuS Schmidt weiter, Salingia Barmen muss um 15.30 Uhr beim VfV Winden Farbe bekennen.

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