Barmen - Traditionelles Adventssingen: Overbach ein Meer aus Farben und Klängen

Traditionelles Adventssingen: Overbach ein Meer aus Farben und Klängen

Von: ptj
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Zum ersten Overbacher Adventsgeschehen ist der idyllische Schlosshof in Barmen romantisch und stimmungsvoll beleuchtet. Foto: Jagodzinska

Barmen. Im Rahmen des ersten Overbacher Adventsgeschehens bot sich den zahlreichen Besuchern ein romantisches Bild. Auf dem Weg zum traditionellen Overbacher Adventssingen in der Klosterkirche waren zunächst Bäume und Büsche mit Lichterketten beleuchtet.

In ein buntes Lichtermeer getaucht war der Schlosshof, wo jedes Gebäude in einer anderen Lichtkombination erstrahlte: der Franz-von-Sales-Hof in Blau und Goldbraun, das Schloss in variierenden Rottönen. Wer in das Dreieck Verwaltungsgebäude, Klosterkirche/Krypta und Kloster blickte, dem bot sich ein strahlend buntes Bild in einer Rot-Lila-Braun-Kombination, die rot-golden beleuchteten Bäume vollendeten die Idylle.

Damen und Herren mit Nikolausmützen auf dem Kopf boten kulinarische Köstlichkeiten in beleuchteten Holzbuden oder unter Zeltdächern an, darunter Glühwein und Kräuterliköre, belgische Pralinen und exquisite Bonbons. Eine Adventsausstellung mit einer Vielfalt an Krippen, ansprechenden Geschenkideen, kreativem Weihnachtsschmuck und einem Raum zum Austausch bei Sekt und Glühwein rundeten das Angebot im Franz-von-Sales-Hof ab.

Auch Demonstrationen handwerklichen Könnens durften nicht fehlen. Ein Beispiel ist Guido Hausmann, der in Kofferen eine Werkstatt für feinste Laubsägearbeiten unterhält und im Laufe der Jahre „immer filigraner arbeitete“. Seine zahlreichen erstklassigen Arbeiten in allen Größen fanden viele bewundernde Blicke und vermutlich auch etliche Abnehmer. Ein Blick unterwegs ins Verwaltungsgebäude fiel auf eine Krippe mit lebensgroßen Figuren und Ochs und Esel aus Pappmaché. Eigentliches Ziel der meisten Besucher war das Overbacher Adventssingen, traditionell an drei aufeinanderfolgenden Tagen in der voll besetzten Klosterkirche aufgeführt.

Pater Josef Költringer sprach einleitende Worte zum „Fest der Gefühle, das in der kältesten und dunkelsten Zeit durch ein Kind Wärme, Licht und Frieden bringt“. Er bat deshalb, im ersten besinnlichen Konzertteil auf Applaus zu verzichten. Mit dem Händel-Marsch „Alla Marcia“ aus der Karelia-Suite startete das Overbacher Blasorchester unter Leitung von Stephan Hebeler. Vor farblich wechselnder Kulisse interpretierte der Kinderchor in weißer Kleidung engelsgleich in vier Liedern die Geburtsgeschichte Jesu, eingerahmt von den Traditionals „Engel haben Himmelslieder angestimmt“ und „Der Heiland ist geboren“. Auch ein französisches Stück zählte zum Repertoire: „Cerf Volant“ (Fliegender Hirsch) von Christophe Barratier, das die fantasiereichen Träume eines Kindes beschreibt. Blasorchester und Junger Chor, beide schwarz gekleidet, begleiteten mit diversen Traditionals das folgende Krippenspiel der anderen Art: „Der kleine Prinz“.

Nathalie Hüllenkremer hatte das kleine Theaterstück in Anlehnung an Antoine de Saint-Exupérys „sehr schöne Erwachsenengeschichte“ bearbeitet, das Schüler der Klasse 8a überzeugend aufführten. Bücher wie dieses erzählen nicht einfach eine Geschichte, sondern ein Weltbild. In gewisser Weise wurde die Bibel neu geschrieben...“, setzte der Pater nach. Der kräftige Applaus nach dem Krippenspiel der anderen Art leitete über in den fröhlicheren und flotteren, nicht minder wohlklingenden Konzertteil, den Blasorchester, Junger Chor und Kinderchor abwechselnd oder in verschiedenen Zusammensetzungen zu Gehör brachten.

Erwähnenswerte Beispiele aus dem Repertoire sind der „Jingle-Bells-Rock“ oder das Stück „Any dream will do“ aus dem Musical „Joseph“ von Andrew Lloyd Webber. Alle Kehlen stimmten abschließend den Advent-Evergreen „Macht das Herz, die Hände weit“ an, bevor donnernder Applaus alle Akteure reich belohnte. Beide Chöre leitete Kerry Jago.

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