Jülich - Tonnenweise Hilfe für Bethel

Tonnenweise Hilfe für Bethel

Von: le
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Schon jetzt türmt sich ein riesiger Berg an gesammelten Kleidungsstücken in der Jülicher Christuskirche Foto: Elsberger

Jülich. Seit 9 Uhr sind die fleißigen Helfer von der Bethelsammlung auf den Beinen. Oft nehmen Roger Kruse und Manfred Pilot die Kleidersäcke in Minutentakt an. Und schon jetzt hat sich ein riesiger Berg von Kleidersäcken im linken Seiteneingang der Jülicher Christuskirche aufgetürmt.

Wieder einmal verwandelt sich die Kirche in ein Zwischenlager für getragen, aber noch passable Kleidung, die unter dem Begriff Bethelsammlung zusammengetragen wird.

Gegründet wurde die von Bodelschwinghschen Stiftung Bethel 1867, um jungen Menschen mit Epilepsie zu helfen. Heute besteht eine der diakonischen Aufgaben vor allem in der Unterstützung von Menschen, die krank, behindert oder sozial benachteiligt sind. Bethel unterstützt sie in den Bereichen Diagnostik, Therapie, Förderung, Pflege, Rehabilitation, Bildung und Arbeit. Für sie und andere Menschen organisiert die Christuskirche in Jülich seit über zehn Jahren eine Kleidersammlungsaktion.

Auch heute können noch gut erhaltene und verpackte Kleidung, Wäsche, gebündelte Schuhe, Handtaschen, Plüschtiere und Federbetten abgegeben werden. Diese werden dann am Freitag, 21. Oktober, abgeholt und zum Laden „Pangilo” gebracht. Dort können Menschen mit geringem Einkommen oder Bewohner Bethels günstig einkaufen. Ein Teil der gesammelten Kleidung wird zu verschiedenen Secondhand Läden geliefert. „Letztes Jahr hatten wir 6800 Kilogramm Kleidung. Deshalb kommt für uns auch jedes Jahr ein eigener Lkw, um die Sachen abzuholen”, sagt Monika Gerdes, Mitarbeiterin im Gemeindebüro der Evangelischen Kirchengemeinde Jülich. Durch die Kleidersammlung wird jedoch nicht nur Menschen in speziellen Notlagen geholfen: 70 Mitarbeiter mit und ohne Behinderung, die sich um die Sammlung und Weiterverwertung kümmern, bekommen außerdem einen Arbeitsplatz.

Pfarrer Horst Grothe bezeichnet die Sammelaktion als ein Zeichen der Verbundenheit zwischen den Menschen. „Man sieht erst dann, wenn der letze Kleidungssack im Seiteneingang reingeräumt wird, wie viel man gemeinsam erreichen kann.” Spendewillige, die nicht selbst die Kleidersäcke zur Christuskirche bringen können, haben die Möglichkeit, sich in eine Liste einzutragen. „Wir holen dann die Kleidersäcke bei den Leuten ab,” sagt Sonja Jenker, Mitarbeiterin im Gemeindebüro.

Von 9 bis 18 Uhr können Kleidersäcke im Seiteneingang der Christuskirche, Schirmstraße, heute noch abgegeben werden. Die Kleidungsstücke sollten gut erhalten und tragbar sein, da sonst erhebliche Kosten bei der Entsorgung von Lumpen entstehen. Jeder Spender ist deshalb angehalten zu überlegen, ob er das Kleidungsstück selber tragen würde.

Eine weitere Aktion der von Bodelschwinghschen Stiftung Bethel ist das Sammeln von abgestempelten Briefmarken. Bis Ende des Jahres nehmen die Mitarbeiter des Gemeindebüros der Christuskirche alte Briefmarken entgegen. Diese werden dann später an Briefmarkensammler verkauft, der Erlös kommt der Stiftung zugute.

Wer nähere Informationen möchte, kann sich an die Brockensammlung Bethel, Saronenweg 10, 33617 Bielefeld, Telefon 0521/1443779, wenden. Unterstützt wird die von Bodelschwinghschen Stiftung Bethel in Jülich bei allen Aktionen von der evangelischen Kirchengemeinde Jülich, Dietrich-Bonhoeffer-Haus, Düsseldorfer Straße 30.
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